Freie Software hat natürlich auch einige Nachteile. Dabei handelt es sich oft um Dinge, die mit etwas Neugier und Interesse an der Sache behoben werden können. Allerdings finden sich auch Einschränkungen, die sich nicht so einfach umgehen lassen. Beispielsweise wenn es um die Kompatibilität zu geschlossenen, kommerziellen Produkten geht, die ihren Quellcode nicht offenlegen, sodass Import‑ oder Exportfilter praktisch ins Blaue geschrieben und getestet werden müssen.

  • Da die OpenSource bzw. Free Software-Community viele Anhänger haben, gibt es auch viele Projekte, sodass die Übersicht nicht immer gegeben ist. Folge: Es kann etwas dauern, bis man das Programm gefunden hat, das genau auf die eigenen Bedürfnisse eingeht. Hier ist Ausdauer und oben erwähnte Neugier gefragt.
  • Gerade im Anfangsstadium, zum Teil auch noch in der Beta-Phase, geht es vielen ProgrammentwicklerInnen darum, ein Programm zur Verfügung zu stellen, dass tut was es soll. Nicht immer wird daber der größte Wert auf Benutzerfreundlichkeit und –akzeptanz gelegt. Auch hier kann man als Freiwilliger beitragen: Um ein paar hübsche Icons zu basteln, braucht es keine Programmierkenntnisse. Der Sache ist gedient und den Entwicklern ein wenig in eigener Sache unter die Arme gegriffen. :)
  • Wenn man von einem anderen Programm umsteigt, darf man nicht erwarten, einen OpenSource-Clone auf dem silbernen Tablett serviert zu bekommen. Freiwillige Helfer und Entwickler arbeiten in ihrer Freizeit für das Produkt. Gerade Freie Software geht gerne ihre eigenen Wege, deshalb sollte man schon bereit sein, sich etwas umzustellen wenn man vor hat, umzusteigen.
  • Dein Nachbar hat es vielleicht nicht und Deine Freunde haben es auch nicht. In diesem Fall besteht natürlich die berechtigte Angst, an wen man sich wendet, wenn es mit der Software Probleme gibt. Außer der Mitarbeit an graphischen Details und ausführlichen Bug-Reports scheint es für den Programmierunkundigen nichts zu geben, an dem er sich beteiligen könnte. Aber weit gefehlt! Gerade Mundpropaganda, die Empfehlungen von Freunden, Kindern oder Arbeitskollegen bewegen Menschen dazu, auf Freie Software umzusteigen und sind daher ein guter Beitrag zu einem gelungenen Projekt. Wenn man sich als Erste oder Erster im Freundes‑ und Bekanntenkreis vorwagt, um eine Software zu testen, ist man hinterher auch der gefragte Ansprechpartner, dem der Dank für die Empfehlung zuteil wird. :)
  • Geht es um die Kompatibilität bis in die kompliziertesten und komplexesten Möglichkeiten z.B. von Microsoft Office-Excel dann hat man entweder die Wahl darauf zu verzichten, oder muss es als Student selbst kaufen. Insbesondere bei geschlossenen nicht-freien Formaten gibt es im Detail (z.B. bei mathmatischen Berechnungen für die ökonomischen Studienfächer) Probleme bei der Umsetzung von 100 % kompatiblen Filtern.
  • Mangelnder Hardwaresupport durch die Hersteller kann ebenfalls die Freude an Freier Software dämpfen. Das liegt an der geringen Verbreitung „alternativer“ Software – besonders der Betriebssysteme – sodass viele Hardwarehersteller die neueste Grafik‑ oder TV-Karte nicht mit Treibern z.B. für die Linux-Familie ausliefern. Die OpenSource-Community ist immer bemüht, so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen. Trotzdem laufen die neuesten Aldi-Rechner & Co. meist erst einige Wochen nach Auslieferung komplett oder auch nur teilweise unter alternativen Betriebssystemen.

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Was das Thema „auch ohne Programmierkenntnisse mithelfen angeht“: wir vom amaroK-Projekt suchen derzeit gestalterisch begabte Menschen für Artwork, Icons und die Website.

Vielleicht findet sich auf dem Weg ja jemand?!

http://rokymotion.pwsp.net/promowiki/index.php/Searching_Artists

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