LaTeX ist keine WYSIWYG-Textverarbeitung sondern ein plattformunabhängiges fehlerfreies Textsatzsystem. Es ist extrem stabil – ob das Dokument 100 Bilder oder keines enthält, spielt bei der Bearbeitung praktisch keine Rolle. Weitere „Killer-Features“ – auch für Geisteswissenschaftler – sind z. B. das automatische Durchzählen der Fussnoten, Überschriften, Erstellen von Verzeichnissen (auch Inhaltsverzeichnis) mit einem (!!!) Befehl (um Aktualisierungen braucht man sich nicht zu kümmern).

Alle meine zur Ansicht zur Verfügung gestellten Hausarbeiten (auf dieser Seite) habe ich mit LaTeX unter TeXShop und BibDesk geschrieben.

Wiki: LaTeX bei Wikipedia

Da LaTeX quasi ein de-facto-Standard für wissenschaftliches Publizieren ist, gibt es eine Fülle von Informationsmöglichkeiten, Dokumentationen und freien Büchern dazu im Internet. Einfach mal googlen. (Tolles Wort?!) :)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten LaTeX-Dokumente zu erstellen. Minimal-Anforderung ist zunächst ein einfacher Texteditor, der bei jedem System vorhanden ist.

Editoren

Editoren sind z.B. WordPad (MS Windows), TextEdit (Mac OS X), Emacs, , vim (alle), JEdit (überall, wo auch Java verfügbar ist) u.v.a..

Frei erhältlich sind (systemspezifisch) u.a.:

Neben den einfachen Editoren gibt es auch Editoren, die speziell zum Erstellen von LaTeX-Dokumenten geeignet sind, sog. integrierte Entwicklungsumgebungen. Diese nehmen einem einiges an Arbeit ab und bieten so mehr Komfort als die einfachen Editoren, sind aber von der Installation her aufwändiger, da sie oft nicht beim System dabei sind und nachinstalliert werden müssen. Um den LaTeX-Code einfach setzen und die Ergebnisse effizient betrachten zu können, sind sie aber absolut empfehlenswert.

  • Mac OS Ⅹ: TexShop, iTeXMac
  • MS Windows: TeXnicCenter, LEd – LaTeX Editor, noch in der Entwicklung, aber interessant, WinShell
  • Linux: Kile (KDE), Winefish (GNOME), gedit+LaTeX-Plugin
  • plattformunabhängig/für viele gängige Plattformen: Wer doch nicht auf eine WYSIWYG-Oberfläche aber auch nicht auf erstklassige Druckqualität verzichten will, der sollte sich LyX anschauen. Ohne Kenntnisse von LaTeX unbedingt vorauszusetzen kann man per KlickiBunti trotzdem von der hohen Satzqualität von LaTeX profitieren. (LyX Website, LyX HowTo) LyX verfolgt mit dieser Kombination von GUI und LaTeX-Backend den WYSIWYM-Ansatz. GNU TeXmacs Editor, ähnlich wie LyX. TeXmaker – crossplattform Editor.
  • Es gibt natürlich auch Shareware-Editoren, die gute Dienste leisten: Unter MS Windows kommt WinEdt (Student-Version: 30 $) an die Funktionalität und Usability von Kile heran, habe ich mir sagen lassen. SciWriter (79$) bietet die XML-basierte Erstellung wissenschaftlicher Dokumente und einen LaTeX-Export. Unter Mac OS kann TextMate neben n anderen Sprachen und Sachen auch LaTeX. Es unterstützt mit vorprogrammierten Makros auch die Satzroutine von pdfTeX, BibTeX u. a. mehr. Wenn man mehr damit macht, als „nur“ zu TeXn dann lohnen sich die 39 $ auf jeden Fall.

LaTeX-Installationspakete/-Distributionen

Die Beschäftigung mit LaTeX nehmen sich viele Interessierte, auch abseits der Computergeeks & Nerds, vor. Nicht selten scheitern die ersten Gehversuche an der LaTeX-Installation.

Mittlerweile gibt es viele Projekte, die versuchen möglichst kompakte rund-um-sorglos-Pakete zu schnüren und Installationsroutinen auch für Ottonormal-Computernutzer so einfach wie möglich zu gestalten. Des Weiteren gibt es zahlreiche Webseiten – auch in deutscher Sprache –, die Step-by-Step die LaTeX-Installation & Einrichtung beschreiben und erklären, meist auch mit Hilfe aussagekräftiger Screenshots.

Einige dieser Seiten sind in der Linkliste (unten) zusammengetragen. Sollte Deine Seite, oder eine hilfreiche Info-Stelle, die Du kennst, nicht eingetragen sein, fühle Dich herzlich eingeladen, einen Kommentar mit Link zu hinterlassen! :)

  • Linux: enthält meistens schon das LaTeX-System bzw. man kann es von den Installationsmedien oder via Paketmanager nachinstallieren. VTeX gibt als TeX-Distribution für OS/2 und Linux.
  • Mac OS Ⅹ: Gerben Wierdas iInstaller dürfte der verbreitetste sein. Dieser installiert die teTeX-Distribution – die allerdings nicht mehr weiterentwickelt wird. Stattdessen steht TeX Live bereit, welches auch Basis für die MacTeX-Distribution ist. Die MacTeX-Distribution enthält folgende Pakete & Programme: Gerben Wierda’s extensive TeX distribution, XeTeX, sowie TeXShop, BibDesk, Excalibur und den i-Installer (eine vollständige Liste gibt es hier).
  • MS Windows: Hier hat sich wohl MiKTeX etabliert, proTeXt steht auch zur Verfügung und ist MiKTeX-basiert.
  • Plattformübergreifend bzw. Multiplattform: TeX Live – kann, muss aber nicht installiert werden, da auch von CD/DVD lauffähig.

Links zum Thema LaTeX:

Ähnliche Artikel:

[…] Weil die Textverarbeitung an und für sich schon ein sehr schwieriges Thema ist und sich in diesem Bereich Quasi-Standards etabliert haben, die zwar massen‑ aber nicht unbedingt drucktauglich und zuverlässig sind, traue ich mich schon kaum noch, das Thema zu diskutieren. Nicht etwa, weil mir die Argumente fehlen, nein. Aber das scheint ein sehr sensibles Thema zu sein und wann immer man vernünftige Diskussionen darüber führen möchte, dann verhärten schnell die Fronten und jeder weiß, dass sowieso nur er recht hat – für vernünftige Argumente will dann auch niemand mehr zugänglich sein. Ja, ich habe da auch ein kleines Impulskontrollproblem und es fällt mir schwer, meine durchaus inhaltsstarken Argumente im richtigen Moment hervorzuholen – von überzeugen wollen wir noch gar nicht sprechen. Trotz meiner scheinbar nicht besonders ausgeprägen Grass-Root Talente bin ich doch an mehreren Fronten unterwegs, um das Wort für offene Standards & Co. zu verbreiten. Seit nun auf Arbeit (ich bin dort u. a. für Computerhilfe, –notfälle jeder Art und neue Vorschläge zur EDV-Optimierung angestellt) ein neues Redaktionssystem namens FuXML eingeführt wird, kann ich mich der Bewegung nicht mehr entziehen: XML ist die Zukunft der Textverarbeitung, –aufbereitung und (elektronischen) Übertragung und Bereitstellung von Informationen. […]

[…] eine lauffähige LaTeX-Distribution zur Verfügung steht. Was LaTeX ist, wo Du es her bekommst und wie Du es installierst (d.h. lauffähig bekommst), verraten einige […]

[…] sehr nützliches Tool für Leute, die eher mit Textverarbeitungen denn mit LaTeX arbeiten und viele Quellen (welcher Art auch immer) im Internet ersurfen. Der Mangel an Integration […]

[…] LaTeX (u.a. MacTeX) – OpenSource, mein Favorit, aber nicht jedermanns/-fraus Sache. […]

[…] LaTeX nicht jeder Manns und jede Fraus Sache ist, muss man noch lange nicht verzagen; es gibt genügend […]

Die Kommentare sind geschlossen.