Im Stu­dium müs­sen häu­fig Texte – seien es Pro­to­kolle, Essays, Haus­ar­bei­ten oder ver­schrift­lichte Refe­rate – ein­ge­reicht wer­den. Auch für diese Auf­ga­ben gibt es freie bzw. kos­ten­lose Alter­na­ti­ven zu her­kömm­li­chen Office‑/Textverarbeitungssystemen. Wie immer gilt: Ich kann lei­der nur eine unvoll­stän­dige Aus­wahl vorstellen:

Wich­tige Kri­te­rien für eine Text­ver­ar­bei­tung im Stu­dium sind:

  • Kom­pa­ti­bi­li­tät zu ande­ren, die u.a. durch
  • offene bzw. frei les­bare Datei­for­mate (xml, txt, pdf, tex, html, Open­Do­cu­ment u.a.) gewähr­leis­tet wird
  • Sta­bi­li­tät und Abwärts­kom­pa­ti­bi­li­tät (Auch große Dateien, bspw. Examens­ar­bei­ten, müs­sen schnell und sicher bear­bei­tet wer­den kön­nen – nicht aus­zu­den­ken, wie­viel Arbeit durch in letz­ter Sekunde ent­stan­de­nen Datenschrott ver­lo­ren ist; außer­dem will man auch in eini­gen Jah­ren ein Doku­ment evt. noch ein­mal bear­bei­ten oder wei­ter­ge­ben. Dazu sollte gewähr­leis­tet sein, dass man dies noch tun kann, das For­mat also nicht ver­al­tet oder mit neue­rer Soft­ware nicht mehr les­bar ist.)
  • Den wis­sen­schaft­li­chen Ansprü­chen muss Genüge getan wer­den: Erstel­len von Indi­zes, Literatur‑, Tabellen‑ und Abbil­dungs­ver­zeich­nis­sen, Fuß­no­ten, End­no­ten u. ä. sollte pro­blem­los mög­lich sein.
  • Die Bedie­nung sollte ein­fach und intui­tiv sein und ein schnel­les Bear­bei­ten der Inhalte ermöglichen.

Abi­Word

Ver­füg­bar für: Linux, QNX, FreeBSD, Sola­ris, MacOS X, MS Windows

Unter­stützt: u.a. das OpenDocument-Format

Web­Site: http://​www​.abi​source​.com/

Rag­Time

Kein Opensource-Programm, aber für den nicht-kommerziellen Gebrauch kos­ten­frei nutz­ba­res DTP-Programm inkl. Tabel­len­kal­ku­la­ti­ons­fä­hig­kei­ten und Prä­sen­ta­ti­ons­mo­dul. Best­no­ten im c’t-Test und mit umfang­rei­cher online-Hilfe und einem aus­ge­klü­gel­ten Hand­buch an Bord. Seit Ver­sion 6 lei­der nur noch mit 30 Tage Test­ver­sion und nicht frei nutz­bar erhältlich.

Ver­füg­bar für: Mac OS X, MS Windows

Wiki: Rag­Time bei Wikipedia

Web­Site: http://​www​.rag​time​.de/

Scri­bus

DTP-Software

Ver­füg­bar für: Linux/Unix, MacOS X, MS Windows

Wiki: Scri­bus bei Wikipedia

Web­Site: http://​www​.scri​bus​.org​.uk

KOf­fice

Office für KDE

Ver­füg­bar unter Linux (KDE)

Unter­stützt XML und OpenDocument

Wiki: KOf­fice bei Wikipedia

Web­Site: http://​www​.kof​fice​.de/

Open­Of­fice

Bei Standard-Formatierungen gut kom­pa­ti­bel zum Office von Micro­soft, aber 649,- – güns­ti­ger (die SSL-Version kos­tet immer noch 169,- –). Open­Of­fice bringt alles mit, was eine umfang­rei­che Office-Software bie­ten sollte und ist dabei sta­bi­ler als die kom­mer­zi­elle Kon­kur­renz. Bspw. bringt es inte­grier­ten pdf-Export mit, beherrscht das xml-Format sowie den Im‑ und Export von MS-Formaten, sofern nicht die kom­pli­zier­tes­ten Excel-Berechnungen aus­ge­schöpft werden.

Ein Abkömm­ling von Open­Of­fice ist NeoOffice, das als Java-Application nativ unter Mac OS Ⅹ läuft.

Ver­füg­bar für: Linux/Unix, MacOS X, MS Win­dows, u.a.

Unter­stützt: u.a. XML-Format und das OpenDocument-Format, ab Ver­sion 2.0 bringt es das Datenbank-Programm mit.

Wiki:

Web­Site:

LINKS

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[…] Sobald also etwas Zeit und Luft ist, evt. auf Arbeit auch schon in den nächs­ten Tagen, werde ich mich näher mit Doc­Book, XML & Co. befas­sen. Ich glaube nicht, dass es mein gelieb­tes LaTeX im Druck­all­tag ablö­sen wird. Aller­dings scheint es mir eine sehr inter­es­sante Ergän­zung zu HTML u. ä. im Bereich des Web­de­signs zu sein. Wirk­lich aus­spie­len kann XML seine Vor­teile wenn es um gemein­same Dokumentenerstellung, –bearbeitung und Doku­men­ten­aus­tausch geht. Durch das OpenDocument-Format hält es zumin­dest in zahl­rei­che OpenSource-Textverarbeitungen im WYSIWYG-Stil Ein­zug. (Z. B. in Open­Of­fice.) Klar, das ist keine Alter­na­tive für das per-Hand-Coden, aber zumin­dest lie­gen den Doku­men­ten dann offene Stan­dards zugrunde, die den Aus­tausch nicht unnö­tig erschweren. […]

[…] Stu­di­en­gän­gen haben sich gewisse Erfah­rungs­werte ein­ge­stellt, die das Arbei­ten mit Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men erleich­tern kön­nen. Die Vor­schläge sind als sol­che zu ver­ste­hen und bewahr­hei­ten sich immer […]

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