Gestern ist die BA-Arbeit in der Version 0.9beta an die ersten Fachkorrektoren rausgegangen. Folglich habe ich mir heute einen „faulen“ Tag gegönnt: Putzen, Aufräumen, Aussortieren, Abwaschen. Nebenbei ein wenig die drei ??? gehört und bin ein bisschen rumgesurft.
Dabei hab ich das sehr interessante Blog der Research Group Statistical Modeling, Causal Inference and Social Science gefunden. Dabei gleich drei Artikel mit interessanten Themen gefunden:
1. Die Studien, die seit Jahren beharrlich hervorbringen, dass eine geringe Dosis Alkohol pro Tag—das berühmte Achtel Wein zum Abendessen—vor Herzkrankheiten schützt, erliegen (fast) alle der gleichen Praxis, in die Kontrollgruppe der Nicht-Trinker auch Probanden aufzunehmen, die früher viel oder regelmäßig getrunken haben. Das ist natürlich nicht besonders sinnvoll. Hier gehts zum Post und hier zum Originalartikel des San Francisco Chronicle.
2. Außerdem erfahre ich viel darüber, was in amerikanischen Highschool-AGs ablaufen kann und mich an ein kürzlich ersponnenes Studiendesign erinnert: Ein Schüler in der SoWi-AG will die Bewertung von Essays und die politischen Einstellung der Lehrer auf Abhängigkeiten untersuchen. Ähnliches hatte ich schon mit Kollegen aus der Haftgruppe erwogen: Allgemeine Einstellungen zu Ausländern und zur Fremdenfeinlichkeit mit dem Urteilsvorschlag bzw. dem vorgeschlagenen Strafmaß für Jugendliche beim Jugendgericht zu untersuchen. Vielleicht wird da ja nochmal was draus.
3. Weitete sich mein Horizont, als ich las, dass man Shakespeare auch mittels statistischer Verfahren analysieren kann. OK—dass die Möglichkeit besteht, wusste ich, nur dass es tatsächlich jemand tut. WOW.
Wieder was gelernt.
Außerdem hat endlich die R Gallery Eingang in die Link-Liste unter der Kategorie Kunst gefunden. Einfach schön.
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