Eine ziemlich fantastische Serie der Zeit geht in die nächste Runde: Wie bereits berichtet, begleitet die Zeit seit einigen Jahren und verstärkt in den letzten Monaten in Essays, Reviews und Kommentaren die andauernde, aber bereits wieder abflauende Demographie-Debatte bissig, mit Gesellschaftskritik, Realsatire und einem Hauch deutscher Lebens‑ und Alltagsrealität. Hier ein kurzer Überblick über die Beiträge der Reihe:
- Susanne Mayer: „Also doch lieber nur Mutti sein?“ (Ausgabe 30⁄1998)
- Henning Sußebach: „Sieben Mütterkarrieren“ (06.05.2004)
- Susanne Mayer: „Muss das sein?“ (06.05.2004)
- „Mama macht Karriere“ (09.03.2006)
- Hans Schuh: „Systematischer Frauenklau“ (16.03.2006)
- Iris Radisch: „Der Preis des Glücks“ (16.03.2006)
- Björn Schwenkter: „Der Kinderschock“ (17.03.2006)
- Björn Schwenkter: „Aussterben abgesagt“ (08.06.2006)
- Björn Schwenkter: „Pokerspiele an der Wiege“ (14.06.2006)
- Björn Schwenkter: „Jede hat einen guten Grund“ (22.06.2006)
- Björn Schwenkter: „Der Ernährer hat ausgedient“ (29.06.2006)
- Susanne Mayer: „Im Land der Muttis“ (13.07.2006)
Ich bitte um die Ergänzung von mir evtl. übersehener Artikel.
Im neuesten Beitrag von Susanne Mayer, „Im Land der Muttis“ (13.07.2006), wird die Unverzichtbarkeit von (gut ausgebildeten) Hausfrauen im deutschen Alltag aufs Korn genommen. Nach eingehender Betrachtung ausgewählter Fakten zieht die Autorin ihr Fazit:
Wie gesagt: Ohne Hausfrauen müsste das deutsche Schulsystem den Offenbarungseid leisten. Ganztagsschulen müssten her. Der Verkehr müsste beruhigt werden, damit Kinder auch allein über die Straße können. Männer müssten sich selbst um ihre Wäsche kümmern. Über jedes Milchholen wäre familiär zu verhandeln. Die Geschlechter müssten sich neu arrangieren. Das deutsche Steuer‑ und Sozialsystem wäre neu auszubalancieren. Frauen müssten sich ökonomisch neu definieren, als Steuersubjekte. Sogar der Bosch-Reparaturdienst wäre gezwungen, seinen Service neu zu organisieren. Das wäre natürlich, bei genauerer Betrachtung, gar keine so schlechte Idee.
Prädikat: Besonders lesenswert.
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