Ich brau­che für die Imma­tri­ku­la­tion hier in Mar­burg (wie an jeder ande­ren Uni auch) einige büro­kra­ti­sche Klei­nig­kei­ten, so z. B.:

  • Abschluss­zeug­nis & Abi­zeug­nis im Original,
  • Zulas­sungs­be­scheid,
  • Beschei­ni­gung mei­ner Krankenversicherung,
  • Stu­di­en­buch von ers­tem Hochschulstudium,
  • noch eini­ges mehr.

Nun hatte ich fol­gen­des Pro­blem: Ich musste mich selbst stu­den­tisch kran­ken­ver­si­chern, da ich seit 02.01.06 an der Fern­Uni Hagen als Hilfs­kraft beschäf­tigt war. Diese Beschäf­ti­gung lief—wie meine Imma­tri­ku­la­tion an der Ruhr-Uni auch—bis ein­schließ­lich 30.09.06. Bis dahin war ich also stu­den­tisch krankenversichert.

Um zurück in die Fami­li­en­ver­si­che­rung zu kommen—mein Job in Mar­burg wird die Ver­dienst­grenze mit 10 h pro Woche nicht sprengen—benötige ich aller­dings eine Imma­tri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung. Diese Imma-Bescheinigung bekomme ich frü­hes­tens am 04. Okto­ber, erst dann darf ich mich an der Phillips-Uni ein­schrei­ben. Ergeb­nis: Ich bin offen­sicht­lich 4 Tage—zumindest theoretisch—nicht kran­ken­ver­si­chert, da mich die Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht ohne Ein­schrei­bung nimmt, die stu­den­ti­sche Kran­ken­ver­si­che­rung (wie ihr Name schon sagt), natür­lich auch nicht, ohne dass mein Stu­den­ten­sta­tus mit der offi­zi­el­len Ein­schrei­bung bestä­tigt ist. Achja: Damit der Spaß noch grö­ßer wird, benö­tige ich den Kran­ken­kas­sen­schein zur Immatrikulation.

Ihr riecht den Witz sicher 100 ⅿ gegen den Wind: Ohne Kran­ken­kas­sen­schriebs keine Einschreibung—ohne Ein­schrei­bung, kein Krankenkassenschriebs.

Gut, dass ich im Vor­aus in Bochum alles geklärt habe: Zunächst hatte ich, die­ses Dilemma pro­phe­tisch vor­her­se­hend, der Kran­ken­kasse geschrie­ben, ich würde den Imma-Schein sobald ich ihn in den Hän­den halte, bei­brin­gen, bis dahin schi­cke ich den Zulas­sungs­be­scheid mit. Umge­hend kam Post: Nein, der Zulas­sungs­be­scheid reicht auf kei­nen Fall, die­ser würde nicht bele­gen, dass ich das Stu­dium auch tat­säch­lich ange­tre­ten hätte. Kein Wort dazu, dass ich ja erst am vier­ten Okto­ber Gele­gen­heit habe, mich ein­zu­schrei­ben. Ich also zum Stu­den­ten­ser­vice mei­ner Kran­ken­kasse nach Bochum: Die Tele­fo­nier­ten mit der Fami­li­en­ver­si­che­rung und siehe da: Wenn es ein Kol­lege der gleich­be­rech­tig­ten „Behörde“ denen genau das erzählt, was ich im Brief freund­lichst beschrie­ben habe, da geht es plötz­lich und eine Bestä­ti­gung über die Kran­ken­ver­si­che­rung wird per Fax zugesandt. 30 Minu­ten spä­ter hatte ich den Schriebs. Endlich.

Es lebe die Bürokratie.

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