Man sollte beim Feedback ja immer mit dem Positiven anfangen, also sag ich mal, was alles gut ist, hier im Masterprogramm Friedens‑ und Konfliktforschung in Marburg:

+ die Betreuer sind freundlich und nett, der ranghöchste Prof erklärt uns den Stundenplan

+ die Gruppe ist nett und übersichtlich, soll heißen: nach einem Namens‑/Kennenlernspiel a la Kofferpacken kann ich alle Namen

+ die Betreuer kümmern sich und man fühlt sich auch betreut

+ als eine unter gut 30 Studenten ist alles persönlich: auch die Lehrenden können nach den Kennenlernspielchen alle Namen

+ alles ist, verglichen mit Bochum, übersichtlich: der Stundenplan steht, die Veranstaltungen im ersten Pflichtmodul sind nur für den jeweiligen Masterjahrgang, ⅾ. h. die gleichen Leute werden die Anfänge gemeinsam durchstehen und die Veranstaltungen platzen nicht aus allen Nähten

+ die Dozenten wissen, wovon sie sprechen

+ Dank Drittmittelfinanzierung ist das Konfliktzentrum gut versorgt und bietet viele Veranstaltungen an

+ der Studiengang hat ein Konzept

+ die Lehrenden wissen vom Konzept

+ das Konzept des Studienganges wird durchgängig im Curriculum verfolgt

+ der Studiengang ist und war schon vor Beginn zum Wintersemester 2004⁄05 akkreditiert

Also ich muss den Veranstaltern der OE—steht für Orientierungseinheit, der offizielle Titel lautet Orientierungswoche, weil weniger militärisch, aber die Abkürzung hat sich gehalten—ein fettes Lob aussprechen: Alles ist super organisiert, für Kaffee, Kekse und Mineralwasser ist gesorgt, es wird sich vorbildlich um uns gekümmert (einige haben auch noch keine Wohnung in Marburg, die meisten waren vor Beginn des Masters auch noch nie hier)!

Nun zum unangenehmen Teil: Ich hab nicht das Gefühl, hier her zu gehören. Irgendwie sieht es so aus, als sei ich die einzige, die nicht bilingual groß geworden oder mit den Eltern vor Jahren ausgewandert ist, nicht schon im Ausland gearbeitet, studiert oder länger dort gelebt hat. Die mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung und/oder deutschem Hochschulabschluss sind in der Minderheit. Wir sind ein buntes Völkchen, was ja zunächst einmal positiv ist: Meine KommilitonInnen kommen aus Palästina, Irland, USA, Kanada, Tschechien, der Ukraine, England, Belgien, Italien und schließlich Deutschland, sowie Sachsen & Bayern. ;) Allerdings haben meine Minderwertigkeitskomplexe direkt durchgeschlagen, als ich mitbekam, dass ich irgendwie die einzige ohne internationale Anbindung bin. :(

Alle waren freundlich und nett, niemand böse, aber ich komme mir vor wie das kleinste Licht im Dorf. Alles ist doof und ich will zurück nach Bochum, in meine biographische Durchschnittlichkeit. Alles ist so chaotisch und ich verlier total den Kopf. Überreaktion.

Trotzdem gehe ich heute Abend zusammen mit den anderen, der Fachschaft, Tutor und Dozenten in die Schlucke.

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Hallo Maus!

Wie Claus schon sagte:“ Alter und Nationalität spiel keine Rolle, nur Leistung zählt“

Und da haben wir bei dir keinerlei Sorge, Du wirst es schaffen!! Also stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, das hast Du nicht nötig!!!!!

Liebe Grüße Claus und Birgit

hey süße! ich hab auch keine internationale anbindung, außer den paar techno-gigz die ich im ausland gespielt habe und ner menge urlaub und travelling;-) ich will für den weltfrieden leben! und dafür studieren wir ja jetzt erstmal los! ich finde du bist tough; außerdem fühlen sich alle so am anfang, mir inklusive. grüße aus berlin und bis morgen bei boni… jenzeng jenova

thx, naja es wird je bessa, wah?! viel spaß in berlin

Nun, du warst mit Sicherheit nicht die Einzige, die dachte, sie wäre die Einzige ohne internationale Anbindung. Mir waren mindestens zu zweit :) Mit dem Gefühl trage ich mich heute noch… nämlich die Einzige zu sein, die nicht fünf Sprachen fließend spricht etc.

Wie du siehts habe ich in den Archiven deines Blogs gewühlt, und mich auch von deinen Einträgen zu wordpress davon überzeugen lassen, wordpress zu verwenden ;)

Hey Katrin!

Hoffe es geht Dir gut! Wo ist denn Dein Blog? Bin schon gespannt von Dir zu lesen!

Liebe Grüße aus dem heißen Kambodscha

Mir gehts gut, danke. :)

Ich habe den Blog gerade angefangen. Mal sehen was das wird ;)

Viel Erfolg in Kambotscha!

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