Der vor­gest­rige Abend brachte mich erst gegen eins ins Bett, aller­dings gibt es auch grö­ßere Neu­ig­kei­ten zu berich­ten: Mit mir im Mas­ter­pro­gramm ist eine ehe­ma­lige Kom­mi­li­to­nin aus Bochum. Die Welt ist klein: In Bochum sind wir uns trotz ähnli­cher Fächer­be­le­gung nicht ein­schlä­gig begeg­net, in einer Mar­bur­ger Kneipe läs­tern wir über Bochu­mer Dozen­ten. Die Small-World-Hypothese hat mich nicht umsonst in die Sozi­al­psy­cho­lo­gie gebracht.

Am zwei­ten Tag gab es noch eini­ges in Bezug auf den Stun­den­plan zu bespre­chen. Mei­ner steht erst ein­mal, soweit sich nicht noch groß­ar­tige Ände­run­gen erge­ben. Nächste Woche werde ich mir hier noch meine Statistik-Scheine aus Bochum aner­ken­nen las­sen und auf Arbeit die Zei­ten abspre­chen. Ansons­ten ist in puncto Stun­den­plan alles klar, zu gege­be­ner Zeit stelle ich ihn auch wie­der online.

Nach all­ge­mei­nen Fra­gen zum Stu­dium in Mar­burg und spe­zi­el­len Stu­di­en­gan­gin­fos wur­den also die Stu­den­pläne gebastelt.

Am Nach­mit­tag gab es dann ein auf­wän­dig vor­be­rei­te­tes Plan­spiel zu bear­bei­ten. Da ich schon einige Plan­spiele mit­ge­macht habe, war es lus­tig, das ganze mit­zu­ma­chen und anzu­se­hen, aller­dings auch ziem­lich anstren­gend. Es han­delte sich—klar bei unse­rem Studiengang—um einen Kon­flikt zwi­schen zwei Teil­staa­ten auf einer Insel. Es war so auf­ge­teilt, dass ein Staat der „gute“ und der andere der „schlechte“ (nicht böse!) war, zumin­dest ober­fläch­lich betrach­tet. Es war ganz inter­es­sant und hat mir wie­der klar gemacht, warum ich hier bin: Ich bin prä­des­ti­niert im Chaos die Über­sicht und einen küh­len Kopf zu bewah­ren, darum bin ich hier. Nicht um Lebens­lauf­pflege und Name­drop­ping zu betreiben.

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