Vor eini­gen Wochen habe ich ver­sucht, ein biss­chen den Stand der Dinge im For­schungs­be­reich Co-Existenz von Homi­ni­den und Men­schen zu beleuch­ten, jetzt kom­men neue Erkennt­nisse schnel­ler, als erwar­tet :) :

Die Spat­zen* schrei(b)en es von allen Dächern: Die For­scher­gruppe um Bruce Lahn in Chi­cago hat ein Gen iden­ti­fi­ziert, wel­ches sich vom Nean­der­tal­er­ge­nom ins mensch­li­che Genom geschli­chen haben könnte/hat. Im Umkehr­schluss würde dies bedeu­ten, dass die Fort­pflan­zung zwi­schen Men­schen und Nean­der­ta­lern mög­lich gewe­sen sein muss. Da Arten, ähnlich wie Ras­sen in Bezug auf den Men­schen, wis­sen­schaft­li­che bzw. gedank­li­che Kon­zepte sind, die u. a. (wis­sen­schaft­li­che) Kom­mu­ni­ka­tion mög­lich machen, wer­den diese Kate­go­rien wohl nicht in Erklä­rungs­be­dräng­nis gera­ten, soll­ten sich diese ers­ten Ergeb­nisse tat­säch­lich bestä­ti­gen. ;) Ein­leuch­tend scheint mir hin­ge­gen, dass die gene­ti­sche Beweis­füh­rung doch noch etwas exak­ter und objek­ti­ver ist, als die Rück­schlüsse, die man (bis­her) allein aus Kno­chen­be­fun­den und geo­gra­phi­schen Ana­ly­sen gezo­gen hat.

Der Publi­ka­ti­ons­mo­dus des Arti­kels – der es sowohl in die aktu­elle Nature (sogar bis aufs Titel­blatt) als auch in die Sci­ence-Aus­gabe geschafft hat – ist schon ganz Open Access-vorbildlich: Es gibt ein Abstract und sogar den gesam­ten Arti­kel via PNAS online. :)

Und wäh­rend die For­scher um Svante Paäbo in Leip­zig ehr­gei­zig einen Roh­da­ten­satz des Nean­der­tal­er­ge­noms in zwei Jah­ren fer­tig gestellt haben wol­len, warte ich gespannt auf neue kom­pa­ra­tis­ti­sche Ergeb­nisse. *freu* :)

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* Z. B.:

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