Für höhere Ansprüche an die Anpassbarkeit und das Erscheinungsbild des Lebenslaufes ist die CurVe-Klasse von Didier Verna sehr gut geeignet. Auch hier ist schnell ein „einfacher“ Lebenslauf mit allen benötigten und gewünschten Angaben erstellt. Allerdings gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Aussehen des Lebenslaufes anzupassen und sogar verschiedene „flavors“ ein und desselben CVs „vorrätig zu halten“. Wer die englische Sprache nicht scheut, kann sich im PracTeX-Journal einen Artikel von Monsieur Verna höchst selbst ansehen, in welchem er sein Pakete grundlegend vorstellt.
Da ich die Klasse für sehr geeignet halte um einen eher internationalen CV zu erstellen, hier ein Beispiel in englischer Sprache. Meinen eigenen internationalen Lebenslauf habe ich auch mit dem CurVe-Paket, allerdings ohne große Schnörkel erstellt. Wer sich das Resultat ansehen möchte, kann dies hier tun.
Los gehts…
Aufbau und Dateistruktur
Im Gegensatz zum currvita-Paket in dem Deckblatt, Anschreiben und CV auch mühelos (unter Umständen aber unübersichtlich) in eine Datei geschrieben werden können, verfolgt die CurVe-Klasse einen modularen Ansatz: Es gibt ein „Masterdokument“ (cv.ltx) und – je nach den gewünschten Abschnitten im CV – Dokumente, die einzelne Abschnitte des Lebenslaufes enthalten und separat im Masterdokument aufgerufen werden. Dies ist vergleichbar mit dem Vorgehen bei größeren Dokumenten, wenn man via \include, \includeonly und/oder \excludeonly versucht, Präambel und die großen Textabschnitte voneinander zu trennen und übersichtliche Einzeldateien zu erhalten. Im Einzelnen funktioniert dies wie folgt:
Das Masterdokument: cv.ltx
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\NeedsTeXFormat{LaTeX2e}
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\documentclass[english,a4paper,skipsamekey,12pt]{curve}
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\usepackage[a4paper,nohead,nofoot,hmargin=1.0cm,vmargin=1.5cm]{geometry}%die Ränder je nach Bedarf anpassen
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\usepackage[english,ngerman]{babel}%die Sprachen einstellen, die ihr benötigt
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%falls ihr so wie ich, einen Mac verwendet
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\usepackage[applemac]{inputenc}
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\usepackage[T1]{fontenc}
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\usepackage{graphicx}%für Fotos und Bilder
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%farbige und klickbare Links im PDF
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\usepackage{color}
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\usepackage[colorlinks]{hyperref}
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\definecolor{darkblue}{rgb}{0,0,.5}
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\hypersetup{pdftex=true, colorlinks=true, breaklinks=true, linkcolor=darkblue, menucolor=darkblue, pagecolor=darkblue, urlcolor=darkblue}
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%Kopf‑ und Fußzeile und jede Menge optionaler Kram – siehe Fancyhdr Dokumentation, bitte je nach Geschmack und Bedarf anpassen
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\usepackage{fancyhdr}
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\pagestyle{fancy}%fancy, falls unten weiter spezifiziert und angepasst wird
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\fancyhf{}
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%wenn ihr hier die Kommentierung raus nehmt, bitte oben auf \pagestyle{fancy} umstellen
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%Kopfzeile links bzw. innen
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%\fancyhead[L]{} % Kopfzeile links
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%Kopfzeile rechts bzw. außen
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%\fancyhead[R]{} % Kopfzeile rechts
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%Linie oben
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%\renewcommand{\headrulewidth}{0.5pt}
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%Fußzeile mittig
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\fancyfoot[Ⅽ]{\thepage}% Fußzeile mitte mit Seitenzahl
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%Linie unten
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%\renewcommand{\footrulewidth}{0.5pt}
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%Foto einbauen
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\photo[r]{passfoto}%Foto im jpg, pdf oder png-format rechts neben den Mail-Angaben platziert
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\photoscale{0.12}%je nach Bedarf skalieren
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%links oben (unter der Kopfzeile) im Lebenslauf steht
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\leftheader{
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\textbf{Johanna Musterfrau}\\
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Muster Strasse 123\\
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44568 Musterhausen\par
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Germany\\
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Tel: +49 (0) 12 34 56 78 9
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}
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%rechts oben (unter der Kopfzeile) im Lebenslauf steht
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\rightheader{
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\href{mailto:deine@email-adresse.xy}{\texttt{deine@email-adresse.xy}},\\
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\href{http://deine-homepage.de/}{\texttt{http://deine-homepage.de/}},\\
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\href{mailto:mail@work.xy}{\texttt{mail@work.xy}}
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}
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%die Schriftformate im Folgenden bitte je nach Geschmack, Bedarf und nach pragmatischen Aspekten gestalten, hier nur einige Vorschläge
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%\titlefont{\fontfamily{pag}\selectfont\bfseries\Huge}%Schriftformat für den Titel angeben/ändern
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\title{Graduate Student}%Wer bist Du? z.B. Assistant Professor, Chief Engineer, Senior Executive
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%\subtitlefont{\fontfamily{pag}\selectfont\itshape\huge}%Schriftformat für den Untertitel angeben/ändern
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\subtitle{at the Centre for Conflict Studies, Marburg University, Germany}%Beschreibe Dich genauer, z.B. at Apple Computer Inc., Cupertino, California
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%\input{elementname.flavorname}%flavors für Elemente, die nicht in einer Rubrik stehen, zB. Header, Subtitle usw. – die tex Datei mit den Inhalten muss mit "elementname.flavorname.tex" benannt sein
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%\rubricfont{\fontfamily{pag}\selectfont\bfseries\Large}%Schriftformat für die Rubrikentitel anpassen
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%\subrubricfont{\fontfamily{pag}\selectfont\bfseries\itshape\large}%Schriftformat für die Subrubrikentitel anpassen
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%\keyfont{\fontfamily{pag}\selectfont\bfseries} %Schriftformate der "Spalte" mit Daten (ganz links) anpassen
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%Anpassung/Einstellung für Aufzählungszeichen vor den Tätigkeitsbeschreibungen
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%\usepackage{pifont}%nur falls man die Aufzählungszeichen braucht
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%\prefix{\ding{52}}%macht ein Häkchen vor den Eintrag
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%falls eine Rubrik über die Seite hinausreicht, dann wird die Rubriküberschrift auf der nächsten Seite wiederholt, gefolgt von einem Fortsetzungshinweis in Klammern:
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\continuedname{~~(continued)}%englisch
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%\continuedname{~~(suite)}%französisch
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%\continuedname{~~(Fortsetzung)}%deutsch
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\setlength\subrubricspace{3ex}%Abstand zwischen dem Titel einer Subrubrik und der folgenden Aufzählung
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\begin{document}
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%\thispagestyle{plain}%zentrierte Seitennummer am Seitenfuß
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%Setzt die Titelei des CV
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\makeheaders%[t]
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\maketitle
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%lade die Einzelrubriken
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\makerubric{experience}%Engagement/praktische Erfahrungen
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\makerubric{education}%Ausbildung
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\makerubric{skills}%Fähigkeiten, Zusatzqualifikationen, Interessen
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\makerubric{references}%Referenzen
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%\makerubric{publications}%falls ihr bereits eine Publikationsliste zu bieten habt
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\end{document}
Bitte beachtet, dass dies eine Minimalvariante ist. Es gibt viel einzustellen und anzupassen. Die meisten Schrauben, an denen ihr drehen könnt, habe ich im Beispieldokument via % auskommentiert. Sie stehen also zur Anpassung bereit und müssen nur mit kreativen Einfällen gefüllt werden. Oft steht auch schon ein Beispiel dabei.
Obiges Beispiel zeigt also nur wenige der vielfältigen Möglichkeiten, das Resultat abseits der Standardeinstellungen anzupassen.
Hinweise und Tipps für die Masterdatei
Bitte verwechselt die Titelangaben \title, \subtitle & \maketitle bzw. die Headerangaben \leftheader, \rightheader & \makeheader nicht mit der Kopfzeile!
Für Anpassungen der Kopf‑ und Fußzeilen steht das Paket Fancyhdr und dessen Dokumentation zur Verfügung.
Falls ihr eine Publikationsliste habt, dann ist es möglich, eine BibTeX-Datei einzubinden und die bibliographischen Angaben via Jurabib umfänglich anzupassen. Das lohnt sich IMHO aber nur, wenn ihr die Bib-Datei und die Jurabib-Anpasssungen schon irgendwo vorliegen habt bzw. euch damit auskennt. Für zwei Angaben kann man das auch via natbib o.ä. angeben – sich in die Jurabib-Details einzuarbeiten, ist doch recht zeitaufwändig, wenn man es „nur“ für den CV benötigt. Solltet ihr euch für Jurabib entscheiden, muss das Jurabib-Paket unbedingt vor dem hyperref-Paket geladen werden. Ansonsten stehen auch thebibliography & \bibitem zur Verfügung. Diese Informationen müssen auch in einer eigenen Datei vorliegen.
Beispieldatei für eine Rubrik: experience.tex
Hier nun eine Beispieldatei für die verschiedenen Rubriken. Wie im Masterdokument zu sehen ist, gehören zum vollständigen Lebenslauf natürliche mehrere Rubriken, allerdings sind die Dateien immer gleich aufgebaut:
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\begin{rubric}{Professional Experience}% Arbeitserfahrung
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\subrubric{Research}%Forschung
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\entry*[Monat/Jahr — Monat/Jahr]
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Graduate Assistant at the field of Science Fiction at Hogwarts School for Gifted Children, UK (xy hours/week) %falls ihr mal studentische Hilfskraft ward
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\entry*[Monat/Jahr — Monat/Jahr]
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Research Internship in the Project xy %falls ihr mal ein Forschungspraktikum gemacht habt
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\subrubric{Honorary Office}%Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement
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\entry*[Monat/Jahr — Monat/Jahr]
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Charter member and organizer of the xy %oder Gründungsmitglied eines Vereins ward
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\entry*[04⁄2005 — 05⁄2006]
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nach mehr Ehrenamtliches
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\entry*[Monat/Jahr — Monat/Jahr]
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und Freiwilligenarbeit
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\end{rubric}
Wie man sehen kann, ist der Aufbau des Rubrik-Dokuments sehr einfach und mit den currvita-Listen vergleichbar:
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\begin{rubric}{Hier der Oberbegriff für die Rubrik}% bspw. Arbeitserfahrung, Ausbildung, Referenzen, Zusatzqualifikationen, Publikationen
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\subrubric{Hier Bezeichnung für die Unterrubrik}%bspw. Praktische Erfahrung, Forschungsprojekte, Ehrenamtliches Engagement
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\entry*[Monat/Jahr — Monat/Jahr]%hier können statt der Daten auch Schlüsselworte, Kategorien, o.ä. stehen
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Hier folgt nun die Kurzbeschreibung der Tätigkeit bzw. des Projektes usw.
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\end{rubric}
Jeder muss für sich selbst entscheiden, wieviele Rubriken und Subrubriken aufgemacht werden sollen, allerdings halte ich eine Subrubrik mit nur einem Eintrag für wenig sinnvoll – evtl. kann man eine andere Rubrik oder Subrubrik etwas umformulieren um einen einzelnen, alleinstehenden Eintrag in einer extra Subrubrik zu vermeiden. Getreu dem Motto: Wer A sagt, muss auch B sagen.
Ein CV – verschiedene Flavors
Manchmal ist es gut den Lebenslauf in verschiedenen Varianten zur Verfügung zu haben. Will man sich als Studentin bspw. um einen Nebenjob im Bioladen bewerben, möchte man die vorherigen Tätigkeiten in ähnlichen Positionen hervorheben, während die Bewerbung um ein Stipendium oder eine Hilfskraftstelle an der Uni eher das universitäre Engagement herausstellt. Dies ist in der Tat mit der CurVe-Klasse möglich: Mit einer „Vorsilbe“ zur eigentlich Dateiendung wird die entsprechende Datei bzw. die Variante einer Rubrik einem „flavor“ zugeordnet. Für den Nebenjob nennen wir unsere Datei mit den Arbeitserfahrungen z. B. experiences.job.tex während wir uns mit experiences.stip.tex um ein Stipendium bewerben können.
Wichtig: In jeder Datei steht eine (vollständige) Rubrik, wie im obigen Beispiel gezeigt, mit allem drum und dran – am Code ändert sich prinzipiell nicht. Die Informationen in der Rubrikdatei sind nur auf einen bestimmten Bewerbungszweck hin angepasst.
Die Flavors können auf verschiedenem Wege „angeschaltet“ werden: Entweder über das Makro \flavor{flavorname} also für unser Beispiel \flavor{job} oder \flavor{stip} und via \input-Befehl. Der \flavor-Befehl muss mit einem Argument ausgestattet werden, d.h. man gibt entweder direkt den Namen des gewünschten Flavors an oder am gibt „ask“ als Argument an: \flavor{ask} – Daraufhin wird der gewünschte Flavor beim Satzvorgang von LaTeX abgefragt.
Modular, Modularer, Bausteinkasten – oder: Rubrics, Flavors, \input{}s
Entscheidet man sich für Anpassungen an den Einzelelementen des CV mittels \input-Befehl gewinnt man einerseits an Flexibilität, die Dateilandschaft wird allerdings u. U. unübersichtlicher, weshalb sich dringend empfiehlt, die Dateien ordentlich zu kommentieren. Schreibt man heute eine Bewerbung und will sich nicht in sechs Monaten komplett neu in die Datein einarbeiten, dann behält man mit aussagekräftigen Kommentaren einen guten Überblick.
Ein gutes Anwendungsbeispiel für den \input-Befehl bietet die Tatsache, dass man Online-Bewerbungen sicher anders aussehen lassen möchte, als postalisch verteilte Unterlagen. Möchte man also Einzelelemente der Bewerbung, wie bspw. den title, subtitle oder Header, so kann man verschiedene Dateien anlegen:
subtitle.online.tex
subtitle.print.tex
In diese Dateien wird jeweils nur der entsprechende Untertitel in gewünschter Anpassung geschrieben.
\subtitle{hier die Online-Version des Untertitels}
\subtitle{hier die Print-Version des Untertitels}
Mit dem \input-Befehl hat man also die Möglichkeit auf Informationen gestalterischen Einfluss zu nehmen, die nicht in einer Rubrik stehen. Damit auch der gewünschte Subtitel (oder was auch immer) berücksichtigt wird, muss er in der Präambel geladen werden:
\input{subtitle.online}
\input{subtitle.print}
Fazit:
Da mit der CurVe-Klasse eine ganz neue Dokumentstruktur auf einen zukommt, die außerdem sehr flexibel angepasst werden kann – nicht: muss! – dauert die Einarbeitung etwas länger als beim currvita-Paket, wenn man die Details der Anpassungsmöglichkeiten kennen lernen will. Allerdings ist der Mehraufwand insbesondere bei Standarddokumenten ohne große Eigenkreationen gering und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die komfortable Handhabung von verschiedenen Flavors macht CurVe zusätzlich attraktiv. Die Klasse hat es in sich – und bietet eigentlich alles, was man sich für den Lebenslauf für anspruchsvolle Bewerbungssituationen wünschen kann. Die Modularität ermöglicht Übersichtlichkeit und die Klasse greift – wann immer möglich – auf (bekannte) andere Pakete bei Regelung spezieller Layoutfragen zurück. So erhält man z.B. trotz der CurVe-eigenen Dokumentklasse alle Freiheiten des Fancyhdr-Pakets zur Gestaltung von Kopf‑ und Fußzeilen.
1. Kai
31/05/2008 12:07 pmHallo Anna-Maria!
Ein schöner Beitrag (wie auch schon der Eintrag zum currvita Paket), vielleicht werde ich mich auch mal mit der Klasse auseinandersetzen.
Weisst Du vielleicht wo ich ein Beispiel-PDF eines fertigen, an deutsche Verhältnisse angepassten, Lebenslauf finden kann. Die Google-Suche hat nichts gebracht und der Lebenslauf auf der Seite des Autors (Verna) ist mir etwas zu „experimentell“
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Viele Grüße,
Kai
2. Anna-Maria
05/06/2008 03:49 pmHi Kai,
nein leider ist mir kein deutschsprachiges Beispiel für einen CV bekannt, der mittels CurVe erstellt wurde.
Für deutschsprachige Bewerbungen gilt, soweit ich weiß, immer noch die chronologische Gliederung (Schulbildung/Ausbildung/Studium zuerst, dann Berufserfahrungen etc.). Außerdem scheinen Referenzen im Lebenslauf nicht so üblich zu sein. Gerade bei Dokumentenklassen mit so komplexen Optionen wie es CurVe bietet, ist m.E. auch einiges an Trial & Error angesagt, bis man zu einem Ergebnis kommt, dass einem persönlich zusagt.
Falls es weiter hilft: Ein „Beispiel“ wäre mein Lebenslauf, der ist allerdings auf Englisch – dafür nicht so experimentell wie der von Monsieur Verna. Das pdf gibt es hier.
3. Kai
06/06/2008 12:31 pmHallo Anna-Maria,
ich habe mich jetzt doch für currvita entschieden, eben aufgrund der Komplexität von CurVe. Danke nochmals für das bereitstellen der Infos!
4. No
15/08/2008 10:55 pmAlso ich muss sagen, dass dein Lebenslauf mit curve mir überhaupt nicht gefällt. Zum einen sieht er recht einfach aus zum anderen 3 Seiten vollgeschrieben??! Ich dachte immer ein Lebenslauf sollte immer einen schnellen Uberblick geben.
5. Anna-Maria
15/08/2008 11:18 pmHallo No,
erstens: sowas is immer Geschmackssache, niemand zwingt Dich, es so wie ich zu machen, es gibt Variationsmöglichkeiten, die Du gerne nutzen, aufzeigen und online stellen kannst. CurVe ist nicht der einzige mögliche Weg mit LaTeX einen Lebenslauf zu erzeugen.
Zweitens: siehe Bewerben mit LaTeX – Beginn einer Reihe:
Drittens: Der Umfang meines verlinkten CV hat seinen Grund – er ist unspezifisch.