Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, Feedabonnenten, Kommentatoren, Kritikern und Bloggerkollegen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2007! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht—in einigen Blogs ist ja schon wieder was los, daher schließe ich mal auf einen gut überstandenen Jahreswechsel. :)

Bei mir hat sich das Jahr 2006 ambivalent verabschiedet: Einerseits ist mir endlich, vier Monate (!) nach Antragseinreichung ein gültiger Bafög-Bescheid ins Haus geflattert. Der Höchstsatz macht mich nicht reich, der Studienabbruch ist aber damit vom Tisch. Ich hoffe immer noch auf einen Job, der mich dem Auslandspraktikum noch etwas gelassener entgegenblicken lassen würde—aber vielleicht wird das ja noch was.

So viel zu den guten Nachrichten. Die schlechteren beginnen bei der Gesundheit: Sven hat vor zweit Tagen im Regen mit dem Fahrrad die Straße gemessen—da Schulter und Knie zu Bremszwecken missbraucht werden mussten, konnte er sich gestern kaum aus dem Bett bewegen. Ich hingegen habe eine prächtige Sinusitis aus den Weihnachtsfeiertagen mit meiner Familie mitgebracht und verbrachte den gestrigen Tag auch wenig aktiv mit Hundegassi und Krankenschwestern für Sven und Tee schlürfen.

Dementsprechend gab es dann auch einen spannenden Jahreswechsel: Wir haben im Bett darauf gewartet, endlich einschlafen zu können. Mit ⅹ Wiederholungen alter CSI-Folgen und Tutanchamun-Dokumentationen auf National Geographic—unterbrochen von kleinen Nickerchen & Futterpausen—haben wir es dann geschafft, bis 00:00 Uhr wach zu bleiben. Als die Feuerwerke begannen, wurde Lemia recht unruhig—was sich auch den ganzen Abend nicht wirklich legte, aber immerhin hat sie sich brav zu uns schlafen gelegt—heute morgen war dann alles wieder im Lot.

Die Tragödie, die nun mein Jahr 2006 beendete, traf mich nicht gänzlich unvorbereitet, war aber dennoch überraschend: Ganz im Sinne guter Vorsätze, im neuen Jahr Ordnung in Backups und Daten zu bringen—wir wissen ja, wie wichtig das alles ist ;) —sichere ich also den ganzen Tag Daten vom iBook und der externen Festplatte auf dem Server, als mich mein Book mit ewiger Rödelei nervt. Das geht ja schon eine Weile so, ich dachte ein clean Setup (durchgeführt vor etwa 3 Monaten) würde helfen—hat es aber nicht. Gestern dann die Überraschung: Das Book—genauer das Festplattendienstprogramm—überrascht mich mit folgender Meldung:

Dieses Laufwerk meldete dem Festplatten-Dienstprogramm einen fatalen Hardware-Fehler.

Falls das Laufwerk nicht vollständig beschädigt wurde, sichern Sie so viele Daten wie möglich und ersetzen Sie das defekte Laufwerk durch ein Funktionierendes.

[Hier ein Screeshot der Katastrophe.]

Was soll ich dazu sagen? Ich war geschockt, Trauer überkam mich und dauert bis jetzt an. Das iBook hätte noch mind. 2 Jahre durchhalten sollen und nun wird es wohl nichts mehr mit dem geplanten Wellnessprogramm: Eigentlich hatte ich geplant, sobald das Bafög bzw. ein neuer Job sicher ist, ein wenig in die Restauration des iBooks zu investieren. Nach 3 Jahren konstanter und in Mitleidenschaft ziehender On-the-Road-Benutzung funzt das Mousepad nicht mehr wirklich, der Tastatur fehlen 2 Tasten, das Netzteil bzw. die Kabelverlängerung zum Einstöpseln am Book zeigt üblen Kabelbruch und komische Geräusche aus dem Corpus sowie Hitzeentwicklung und Rödelei wenn nichts Speicherhungriges verarbeitet wird, ließen für mich eine Generalüberholung notwendig erscheinen. Nun, mit rot unterlegter Festplatte im Dienstprogramm, scheinen diese Investitionen und Reparaturen ja obsolet zu sein. *Heul*

Die Trauer ist groß—schließlich war Ivory meine ständige Begleiterin und hat viel mit mir durchgestanden: Unzählige Hausarbeiten, Präsentationen, Verschriftlichungen, Recherchen und die BA-Arbeit. Meine Blogs, meine erste Homepage, LaTeX, Musik und all der Spaß. Wie dem auch sei: Es hilft nicht so wirklich, dass eigentlich schon Ersatz unterwegs ist: Svens Eltern haben ihm zu Weihnachten ein MacBook geschenkt, dass ich wohl fürs erste mitbenutzen werde, bis ich einen neuen Job habe und mir was neues ordern kann. Ich hab nicht vor, das iBook mal nach Gravis zu geben, aus Angst, dass sie sagen: „Ja klar, können wir richten—für 400 Euro.“ und ich dann doch schwach werde, aus reiner Sentimentalität. Sven hat schon geschimpft angemahnt, ich soll das Book als Gebrauchsgegenstand und ein Stück Technik betrachten—aber irgendwie kann ich nicht. Ich hänge doch so dran.

Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich sitze hier auf dem Klippan, bequem mit dem iBook auf meinem Schoß, und blogge. Aber: Alle Daten sind gesichert, alle Mailadressen auf den hoffentlich nicht so unsicheren GMail-Account umgeleitet und ich vertraue dem Book keine wichtigen Daten mehr an, ohne mehrere Backups zu haben. Es wird seinen Lebensabend wohl auf der Couch als Surfstation verbringen, bis es endgültig zusammenbricht.

Und was habe ich noch vor? Morgen gehe ich als erstes zum Doc und werde mir meine Portion Antibiotika abholen, bevor die Sinusitis zur Meningitis wird. Außerdem muss einiger Unikram werden—genau heute in einer Woche steht eine wichtige Präsentation an. Um genauer zu sein: DIE Präsentation des Semesters. Bis dahin muss ich wieder fit sein, denn am Dienstag hab ich noch ein Referat und die englische Hausarbeit muss ich auch noch bis Februar schreiben. Dann muss ich noch ein Forschungsexposé und einige Gruppenberichte fertig stellen bevor ich mich endlich meiner selbstgewählten und hoch interessanten Hausarbeit zum Thema Bioethik: Ethical Implications of the Human Genome Project widmen darf.

Happy New Year!

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