Heute bei Golem​.de zu lesen:

Dell bie­tet Rech­ner ohne Windows

Drei Modelle mit Free­DOS erhältlich

Dell bie­tet in den USA drei Dimension-Rechner, die expli­zit als für Open-Source-Kunden gedachte Modelle bewor­ben wer­den. Win­dows liegt die­sen nicht bei, statt­des­sen wird Free­DOS mit­ge­lie­fert. Zur Linux-Kompatibilität der Sys­teme gibt es aller­dings keine Anga­ben von Dell.

Und wei­ter heißt es da:

Ins­ge­samt drei Modelle der n-Series bie­tet Dell in den USA nun ohne Windows-Betriebssystem an und bewirbt sie als „Open-Source-Serie“, die für Kun­den gedacht sei, die bei­spiels­weise Linux instal­lie­ren wol­len. Free­DOS liegt den Sys­te­men aller­dings bei, ist jedoch auch nicht vor­in­stal­liert. So lässt sich das Geld für eine Windows-Lizenz sparen.

Wie bereits berich­tet, han­delt es sich bei Free­DOS auf kei­nen Fall um einen Linux­ab­le­ger son­dern um einen OpenSource-Clone des MS-DOS-Betriebssystems mit erwei­ter­tem Funk­ti­ons­spek­trum. Soll im Klar­text und natür­lich leicht zuge­spitzt hei­ßen: Dell legt sei­nen aktu­el­len Rech­nern Soft­ware auf dem Stand von vor 15 Jah­ren bei und will damit Geld­ver­die­nen, denn die Instal­la­tion zur Aus­lie­fe­rung spa­ren sie sich (wie auch die Windows-Lizenz) und spe­zi­el­len Linux‑, Unix‑ oder sons­ti­gen OpenSource-Support für alter­na­tive Betriebs­sys­teme gibt es nicht.

Ein­zig dem FreeDOS-Projekt wird Publi­city beschehrt – die Anwen­der gucken aber irgend­wie in die Röhre, wenn sie ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Gerät out-of-the-Box wollen.

Schade, dass hier ein Chance ver­passt wird, dem Anwen­der wirk­lich eine Wahl zu las­sen. Zumin­dest macht Dell mit der Aktion einen hal­ben Schritt in die rich­tige Richtung.

Wenigs­tens hat die Golem.de-Redaktion die Sache rich­tig erfasst: „Dell bie­tet Rech­ner ohne Win­dows“ – viel mehr aber auch nicht.

Nach­trag: Der Win­dows Vista Capable-Link auf der Dell-Homepage brachte mich auf eine andere Erklä­rung: Even­tu­ell ist die Aktion auch nur eine hilf­lose Über­re­ak­tion auf das neue rechen­leis­tungs­hung­rige Win­dows Vista, unter dem Motto: „Weni­ger ist mehr“ bie­ten sie nun also die funk­tio­nell und hard­ware­an­spruchs­mä­ßig ver­schlankte OpenSource-Variante fort­schritt­li­cher Betriebs­sys­teme unters Volk. Nein, so kann es wohl auch nicht gemeint sein …

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