Seit drei Tagen ist es soweit: DELL liefert in den USA die ersten PCs mit Ubuntu als vorinstalliertem Betriebssystem aus – in drei verschiedenen Varianten – sehr schön!

Soweit möglich, sollen freie Treiber vorinstalliert und konfiguriert werden, teilweise jedoch auch Closed-Source-Treiber und –Firmware-Images. Dies betrifft beispielsweise die Intel-WLAN-Chipsätze sowie Conexant-Modems. Nutzern, die einen Drucker kaufen wollen, empfiehlt Dell Modelle mit Postscript-Engine, da diese unter Linux in der Regel ohne Probleme funktionieren. Unter linux​.dell​.com soll ferner ein Wiki eingerichtet werden, in dem sich weitere technische Details zu den Systemen finden.“

(Quelle: Golem)

Auch schön, dass versucht wird, Hardwarehersteller in die Pflicht zu nehmen und nach Möglichkeit OpenSource-Treiber mitgeliefert werden.

Mit Wine, welches nicht mitgeliefert wird, aber nachinstalliert werden kann, ist es den Umsteigern natürlich auch möglich Windows-Software unter Linux laufen zu lassen. Umgekehrt stellt das Lina-Projekt erfreuliche Möglichkeiten bereit, Linux-Programme plattformunabhängig auch unter Windows oder Mac OS Ⅹ zu verwenden.

Neben der DELL-Reaktion auf Kundenwünsche und der Lina-Entwicklung gibt es mit der Linux Driver-Initiative eine weitere Annäherung von Hardwareherstellern und Linux-Entwicklern:

Das Angebot der Linux-Kernel-Entwickler, kostenlos für Firmen Gerätetreiber zu entwickeln, funktioniert. Bisher seien 12 Firmen auf das Angebot eingegangen, so einer der Entwickler. Vor allem für Nischenprodukte würden derzeit Treiber im Auftrag programmiert.

Greg Kroah-Hartman machte das Angebot Anfang 2007 auf der Linux-Kernel-Mailingliste. Würden Firmen den Entwicklern ihre Hardware-Spezifikationen zur Verfügung stellen, würden sie im Gegenzug kostenlos Linux-Treiber entwickeln. Da Hardware-Hersteller ihre Dokumentationen jedoch gerne wie ihren Augapfel hüten, wurde zusammen mit der Linux Foundation ein Programm organisiert, womit die Entwicklung im Rahmen einer Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) stattfinden kann.“

(Quelle: Golem)

Die aktuelle Ubuntu-Version – Feisty Fawn – bringt, neben vielen kleinen Helferlein, einen Installer mit, der es ermöglichen soll, Windowseinstellungen während der Installation zu übernehmen – eine Hilfe, die auch den Umstieg von einer bestehenden Windowsversion auf Linux erleichtert und schmackhaft macht.

Da Konzerne wie Microsoft und Google ihre Monopolstellung mittels effizienterer und noch umfangreicherer Datensammlung und –speicherung von Nutzerdaten festigen wollen, ist Linux und OpenSource nun eine ernstzunehmende und vielversprechende Alternative zu M$ Windows, Word, InternetExplorer, Toolbar & Co. – auch wenn noch nicht alles so perfekt ist, wie es für den Neuein‑ oder Umsteiger sein sollte.

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