Das Som­mer­se­mes­ter habe ich—wie auch schon mein ers­tes Mastersemester—mit einem Blocks­e­mi­nar, eine Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­si­mu­la­tion (KIS) been­det. Ich lebe noch und die weni­gen Blog­bei­träge in den letz­ten Wochen und Mona­ten spre­chen für mei­nen lei­der vol­len Zeit­plan. Am Sams­tag Abend, nach dem Ende des KIS hat das Kon­flikts­zen­trum noch ein Semes­ter­ab­schluss­gril­len aus­ge­rich­tet, auf dem die FuK-Familie mal wie­der rela­tiv voll­stän­dig zusam­men­ge­trof­fen ist. Erfah­run­gen über Prak­tika, For­schungs­se­mi­nare, Mas­ter­ar­bei­ten, Ferien‑ und Prak­ti­kums­er­leb­nisse wur­den aus­ge­tauscht, viele FuK-Studierende wur­den in Prak­tika in alle Welt ver­ab­schie­det und die Stu­dis aus dem zwei­ten Jahr­gang (unsere Vor­gän­ge­rIn­nen) für die anste­hende Schreib­tisch­phase (Fer­tig­stel­len von Forschungs‑ und Mas­ter­ar­bei­ten) auf­ge­mun­tert. Trotz des schlech­ten Wet­ters sind wir lange in der Ket­zer­bach geblie­ben und haben auf dem Innen­hof gegrillt, gefut­ter und gemüt­lich ange­sto­ßen was das Zeug hielt.

Mitt­ler­weile bin ich auch in inten­si­vere Rei­se­vor­be­rei­tun­gen ein­ge­bun­den: Das Prak­ti­kum bei Why Demo­cracy? in Kap­stadt beginnt am 15. August, am 10. fliege ich run­ter und nehme mir ein wenig Zeit, eine der schö­nes­ten Städte der Welt zu erkun­den und mich vom 15stündigen Flug zu erho­len. Die Tickets sind gekauft und die Rei­se­route steht auch schon fest: Bis zum 08. Okto­ber läuft das Prak­ti­kum, am 10. fliege ich Rich­tung Ruanda und besu­che dort eine Freun­din, die ihr Prak­ti­kum in eine Dorf 3 Stun­den ent­fernt von der Lan­des­haupt­stadt Kigali ver­bringt. Wir wol­len das Land ein wenig berei­sen, uns Denk­mä­ler und Monu­mente, die an den Geno­zid von 1994 erin­nern, anse­hen und ein wenig für die Mas­ter­ar­beits­the­men recherchieren.

Am 15./16. Okto­ber fliege ich—über Addis Abbeba—zurück nach Deutsch­land, wonach ich im bes­ten Fall einige Tage spä­ter noch eine Freun­din in Bel­grad besu­che. So der Plan.

Ges­tern habe ich mich schon brav gegen Gelb­fie­ber und Typhus imp­fen und auch schon das Malaria-Prophylaxe-Medikament ver­schrei­ben las­sen. Folge war ein eini­ger­ma­ßen ange­heiz­tes Immun­sys­tem, Fie­ber, Kopf­weh und Hal­lu­zi­na­tio­nen: Ich sah die trai­nie­ren­den Pacman-T-Zellen durch mein Blut rasen. :)

Bis zum Abflug in zwei Wochen muss ich noch eini­ges für die Uni schaf­fen: Eine münd­li­che Prü­fung (theo­lo­gi­sche Anthro­po­lo­gie), eine Haus­ar­beit (ethi­sche Impli­ka­tio­nen des Human Genom Pro­jek­tes) sowie ein Essay über den Theo­lo­gen und Phi­lo­so­phen Emma­nuel Lévinas ste­hen noch an. Außer­dem muss ich noch den BAföG-Antrag sowie den Wider­spruch gegen Stu­di­en­ge­büh­ren bis Ende der Woche einreichen.

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