Nachdem die MacExpo keinen für mich erschwinglichen Laptop mit 10–12“ Display brachte, habe ich nach langem Abwägen der Optionen ein MacBook bestellt: Hintergrund ist, dass die Masterarbeit vor der Tür steht, ich seit einem Jahr ohne eigenen vernünftigen Laptop das Studium gestalten muss und drei Monate gearbeitet habe, um mir einen neuen Laptop zu kaufen, der im Übrigen Voraussetzung für mein Praktikum in Kambodscha ist. Weitere Gründe pro-MacBook:

  • günstiger
  • schneller verfügbar
  • bewährt und nicht mehr mit Kinderkrankheiten belastet
  • Sven hat seins seit einem Jahr – da weiß ich, was ich bekomme und muss nicht die Katze im Sack kaufen. (Ich brauche keinen Eyecatcher sondern ein zuverlässiges Arbeitstier.)
  • bietet – zumindest für mich – vollständigen Desktop-Ersatz
  • robuster im Außeneinsatz

Soweit so klar. 1500 Euro war mein vorgenommenes Limit für die Anschaffung, sollte die MacWorld Keynote was ganz Neues bringen. Das MacBook Air ist zwar der neue Hingucker, die Meinungen dazu gehen gleichwohl weit auseinander, aber letztlich siegte die Vernunft über den Haben-Wollen-Reflex und ich bestellte am Mittwoch in gewohnter Manier die kleinste Ausführung des MacBooks, welches bereits weniger als 24 h später durch UPS übergeben wurde. Die Freude war so groß, dass ich die Auspackzeremonie natürlich dokumentiert habe, aber seither nicht zum Bloggen gekommen bin, weil ich diese Woche einige Uni-Termine hatte und nebenbei mit dem Einrichten des MacBooks beschäftigt bin. Hier einige Details zu Lily, meiner hoffentlich beständigen Begleitung für die nächsten Jahre …

Das MacBook kommt leider mit immer noch recht scharfen Kanten an der Begrenzung der Handballenauflage und Unterseite – das iBook war da deutlich ergonomischer und führte beim Kennenlernen und im Dauerkontakt zu nicht so einschneidenden Erlebnissen. Die nächste Zeit kann ich ja saisonbedingt noch lange Ärmel tragen – in Kambodscha allerdings nicht mehr.

Außerdem kam das MacBook mit neuer Tastatur und ohne Apfeltaste. :( Was mich schwer verwirrt, ist die Neubelegung der Funktionstasten: F3 bietet nun die Exposé-Fensterschau, die Lautstärkeregeler liegen auf F10 bis F12 und F7 bis F9 sind primär Steuerungstasten für iTunes (und evtl. DVD-Player, das hab ich noch nicht getestet) – erst die Kombination mit der fn-Taste bringt Exposé-Funktionalitäten (ich hoffe, ich finde noch eine Möglichkeit, das umzudrehen).

An Bord ist Leopard, bei dem ich bisher – unbesehener Weise – skeptisch war, jetzt aber positiv überrascht bin: Es läuft smooth, alles fühlt sich sehr aus einem Guss an, die Voreinstellungen sind meinem persönlichen Geschmack angemessener, als das bei bisherigen Mac OS X-Versionen der Fall war und die Programme fügen sich gefühlt besser zusammen. Bspw. ist bei Safari nun direkt das Tab-Browsen aktiviert, Spotlight scheint mir schneller zu sein (was mich fast davon überzeugt, Quicksilver wegzulassen) und die Einrichtung verlief gewohnt unkompliziert und ohne Probleme. An Spaces trau ich mich noch nicht so richtig ran, was aber auch damit zu tun hat, dass ich noch nicht ganz in die Produktivarbeitsphase eingestiegen bin. Time Machine funzt wunderbar für Sven, ich hab es auch noch nicht eingerichtet. Nachdem ich unnötige Druckertreiber, Sprachen und Programme entfernt habe, sind nur wenige zusätzliche Helferlein an Bord: Ich habe nicht so wahnsinnig viele neue Programme installiert – die üblichen Verdächtigen halt: Cyberduck, TextWrangler, Smultron, MacTeX, Adium Ⅹ, Camino, falls Safari mal was nicht kann, FlickrUploadr, Senuti, Skype, The Unarchiver, VLC, KisMac, DivX-Unterstützung und last but not least die 1.o-Version von Flock, nur zum wiederholten Test, wenn mal Zeit ist. Aktueller Screenshot:

Screenshot Leopard Desktop

Nebenbei fahnde ich nach hübschen Icon-Sets zur Verschönerung der Oberfläche und einen Namen hat das MacBook mittlerweile auch: Nach Ivory, dem iBook, ist nun Lily das Arbeitstier, zu meiner hoffentlich ständigen Verfügung. Fotos gibt es bei nächster Gelegenheit. Ich freue mich also auf den hardcore Einsatz zum Erstellen diverser Paper, Recherchen, der Abschlussarbeit, auf abrufbereites Funktionieren, und netter Zusammenarbeit in produktiver Atmosphäre. Ein Jahr am Fremdrechner hat mir gezeigt, wo ich zu Hause bin und nun warte ich gespannt auf kommende Updates und ungestörtes Arbeiten. Ich bin endlich wieder mobil! :)

PS: War ja klar:

66 %How Addicted to Apple Are You?

[via Apfelquak]

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Bezüglich „Exposé-Funktionalitäten“:

Kennst Du schon die aktiven Ecken? (Sie Exposé in den Systemeinstellungen.) An die neue Tastenbelegung der aktuellen Mac gewöhnt man sich schnell. Hier ein paar Tipps:

• Exposé aller Fenster [F3]

• Exposé Programmfenster [ctrl]-[F3]

• Exposé Schreibtisch [Befehl]-[F3]

• Exposé > Systemeinstellungen [Wahl]-[F3]

Die alten Tastaturbelegungen für Exposé [F9], [F10], [F11] solltest Du am Besten gleich ganz rauslöschen, dass führt nur zu Verwirrung.

Hallo Sale,

ja die aktiven Ecken sind mir seit Exposés Start bekannt – aber ich habe immer nur eine (rechts oben) mit der Funktion alle Fenster belegt und für den alle Fenster weg-Effekt dann die entsprechende Taste genutzt. Die F3 Taste ab ich vergessen zu erwähnen – der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, ich bin sicher, in 14 Tagen denke ich nicht mehr drüber nach ;)

Danke für die Tipps!

Freut mich, dass Dir die Tipps gefallen! Das mit dem Gewohnheitstier stimmt natürlich zu 100 %. Ein kleiner Nachtrag: Drück doch auch einmal die Tabulator-Taste während Du die verkleinerten Fenster mit Exposé betrachtest.

PS: Sorry, für die vielen Schreibfehler in meinem ersten Posting, keine Ahnung wie ich die alle übersehen konnte.

Meinen Glückwunsch zum Macbook. Hoffentlich leistet es Dir treue Dienste. :)

[…] Lily, mein neues MacBook, galt es also reisetauglich zu machen und für alle eventuellen Notfälle vorzusorgen. Hier eine kleine Checkliste, was ich alles unternommen habe, um Lily startklar zu machen. Geplant ist, das Setting nach meiner Rückkehr aus den südostasiatischen Tropen zu evaluieren und einen Erfahrungsbericht abzugeben. […]

[…] Lily, mein neues MacBook, galt es also reisetauglich zu machen und für alle eventuellen Notfälle vorzusorgen. Hier eine kleine Checkliste, was ich alles unternommen habe, um Lily startklar zu machen. Geplant ist, das Setting nach meiner Rückkehr aus den südostasiatischen Tropen zu evaluieren und einen Erfahrungsbericht abzugeben. […]

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