Sven hat für sich Software getestet – und hinterher einen Bericht für mich verfasst. Lest selbst, was Sven aus dem Datenland zu berichten weiß:

Yep! ScreenshotIch hab da irgendwo ein .pdf …“

Gerade im Unialltag ein bekanntes Problem: Immer mehr Semesterapparate werden digitalisiert, Paper, Handouts und Präsentationen werden der Einfachheit halber nach dem Fertigstellen als .pdf gespeichert und fristen irgendwo auf der dunklen Datenhalde ihr Dasein. Bis, ja bis eines Tages dieser Satz fällt: „Ich hab‘ da irgendwo ein .pdf.“. Nur wo?

Dokumente-Ordner? Äh, nein tut mir leid, hier gibt’s nichts zu sehen, bitte suchen sie weiter. Oh ein Unterordner mit dem Titel des Semesters. Wieder Niete. Spotlight, Quicksilver, GoogleDesktopSearch, Beagle & Co., Retter der Chaotischen, Finder des Unfindbaren … wenn, ja wenn man weiß wie die Datei hieß oder sich an sonstige Details erinnern kann.

Ich glaube, ich muss nicht noch weiter ausholen – das Bild allgegenwärtige Problem größerer werdender Datenfluten ist klar. Abhilfe bei diesem Problem leistet, zumindest auf dem Apfel-Rechner, YEP!

YEP!? jep, das kleine 10,7mb große Programm, verkündet großmäulig „Like iPhoto for your PDFs“ zu sein und will gleich noch ein neues Paradigma in Sachen Recherche und Organisation einläuten. Ich mag zwar neuerdings Aperture mehr als iPhoto, spreche dem Programm aber durchaus Fähigkeiten zu. Also kann Yep! diese selbstauferlegte Messlatte überwinden?

Kurz um: Ja. Es findet (basierend auf Spotlight) sämtliche .pdf im vorher definierten Suchrahmen und zeigt sie ähnlich wie im Finder/iPhoto die Dateien mit Thumbnails her. Soweit so … unnütz. Wäre dies das Einzige, was es könnte, wäre es kaum wert einen Satz darüber zu verlieren.

Was also kann es, welches unschlagbare Killer-Feature ist an Bord? Tags. In Blogs kaum mehr weg zu denken und auch hier ein wunderbares „Werkzeug“: Man sichtet die .pdf, vergibt die Tags (web2.0 für Etiketten, Label …) und in der linken Leiste tauchen – wie in von flickr, del​.icio​.us & Co. bekannter Manier – die häufig genutzten Tags in groß und die anderen eben in klein, wie bei den gewohnten Tag Clouds auf. Darüber hinaus hat das Programm eine Twainscanner-Funktion eingebaut, sodass man schnell Papierkram digitalisieren und ordentlich wegtaggen kann. Im Unterschied zu iPhoto – und ein sehr großer Vorteil für diejenigen unter uns, die auch noch selbst Daten ablegen wollen: Yep! stellt die .pdfs dar, wo sie liegen. Die Daten können also überall auf der Festplatte verstreut oder auch in einer eigenen Ordnerstruktur abgelegt sein – Yep! findet sie klaglos. Für Datenchaoten wie mich genau das Richtige.

Kostenpunkt des kleinen Lächelzauberers: Zunächst eine 21tägige Trialversion zum anfixen, danach 24.32–. Vom gleichen Hersteller gibt es auch Leap (zur Zeit in der kostenfreien public Beta) welches das Konzept von Yep! auf den Finder ausweitet und sicherlich auch ein Blick wert ist.

Matt hat bei den Kollegen von Apfelquak einen Bericht über Leopard, Yep! und die Zusammenarbeit mit dem Fujitsu ScanSnap S500M geschrieben und geht auf das Direkteinscannen von Dokumenten nach Yep! ein.

Ähnliche Artikel:

Sicher ist es zuerst toll, wenn man plötzlich intensiv mit Tags arbeitet. Leider wird man bei einer entsprechenden Größe des Archivs irgendwann bemerken, dass Tagging (anderswo schon länger als „verbale Sacherschliessung“ bekannt oder schlicht Schagwort genannt) zum Wissensmanagement oder zur Repräsentation von Themen auch erhebliche Probleme mit sich bringt.
Irgendwann wirst Du merken, dass Du für gleiche Themen unterschiedliche Tags vergeben hast oder mal singular und dann plural-Formen vergeben hast. Dann heisst es Tags standardisieren und dann wird es schnell aufwendig, unhandlich und bemüht…

Aber wenn du das System von vornherein so aufbaust, dann bringt es echt viel und kann dir eine ganze Menge Zeit sparen!!

Die Kommentare sind geschlossen.