Word-Process Screenshot

Das Leben ohne Micro$oft und mit freien Textverarbeitungsformaten beschäftigt die MacUser nach wie vor: Während die Aqua-integrierte OpenOffice.org-Version auf dem Weg ist, vermutlich um dem NeoOffice im nächsten Jahr Konkurrenz zu machen, haben die MacUser Bedürfnisse jenseits fetter Office-Pakete und schwerfälliger Workflows. Es werden stabile Programme mit durchdachten Konzepten und nachhaltigen Speicherformaten gesucht.

Leider werden wir nicht rundum glücklich, so wie es ausschaut.

  • praegnanz.de: Textverarbeitung auf dem Mac – Gerrit van Aaken ist noch auf der Suche
  • Hasecke.eu: Bean: das Böhnchen unter den Textverarbeitungen für Mac OS ⅩBean ist umfangreicher als TextEdit, aber aufgrund der RTF-Gundlage nicht für wissenschaftliches Arbeiten und größere Papers zu gebrauchen.
  • Es erwarten viele sehnsüchtig auf eine stabile KOffice-Version für den Mac, die innovative Bedienkonzepte und ODF-Kompatibilität verspricht.
  • OpenOffice ist zwar mit Version 3.0 auf dem besten Wege, auch die Herzen von MacUsern nachhaltig zu erobern – in der Absicht, sich als direkter M$ Office-Konkurrent zu positionieren, wird aber häufig das mangelnde Selbstbewusstsein kritisiert, ein eigenes Bedienkonzept zu entwickeln, dass nicht die Menüs und Abläufe des kommerziellen Vorbilds imitiert.
  • AbiWord ist wohl aufgrund der Stabilität noch keine wirkliche Alternative. Sollte sich aber das neue Collaborations-Plugin gut entwickeln, könnte es eine echte Konkurrenz für die Google-Docs werden, für die man ja weitgehend auf das Internet angewiesen ist.
  • Scribus ist mit seinem DTP-Ansatz dabei, sich als InDesign-Alternative zu platzieren – in wie weit das gelingt, vermag ich mangels Einsatzerfahrungen nicht zu sagen. Das DTP-Konzept ist ja eher für größere Projekte, Graphiklastiges und/oder Dokumente in Abschlussarbeits‑ oder Buchgröße geeignet, von daher wird die Einarbeitung zum Schreiben von ein paar Rechnungen und Briefen vermutlich nicht lohnen. Mit Kanonen muss man ja nicht auf Spatzen schießen. Bisher ist Scribus nur für PPC-Macs verfügbar.
  • Von mir immer gern erwähnt, extrem stabil, schnell und mit eigenem Bedienkonzept kommt das leichte Office Papyrus daher. Leider zeigt es Schwächen beim Import und Export von Daten in/aus entsprechende/n Datenaustauschformate/n, auf die man heutzutage ja leider angewiesen ist. Super, solange man auf eben diese (kollaborativen) Funktionen (Stichwort: Änderungen nachverfolgen etc.) verzichten kann. Zur Verteidigung muss hier angeführt werden, dass ROM logicware, die Softwareschmiede von Papyrus, einen kostenlosen Reader für die Dokumente bereitstellt. Man kann aber nicht jedem Kunden, Kommilitonen oder Mitarbeiter zumuten, für das eigenen exotische Format ein Programm runterzuladen und zu installieren.
  • Mellel schlägt alle, wenn man nicht Kollaborieren muss, und ein stabiles, schnelles sowie durchdachtes Textverarbeitungsprogramm benötigt, das alles kann, was sich Geistes‑ und SozialwissenschaftlerInnen aber auch andere Vielschreiberlinge wünschen. Bei exotischen Sprachen und Schriftsytemen liegen Mellels besondere Stärken. Der Dokumententausch über RTF ist zwar möglich, aber bei wissenschaftlichen Texten mit Fußnoten etc. sind dem Grenzen gesetzt.

Bei Gelegenheit und wenn ich mal mehr Zeit habe, poste ich was zu kreativem Schreiben mit dem Mac – da gibt es unschlagbare Lösungen für jede Autorin und jeden Reporter.

Von den Textverarbeitungen her (die obige Liste ist natürlich unvollständig), gibt es aber keine non-plus-ultra-Lösung. Das war auch nicht zu erwarten, trotzdem fehlt es noch an stabilen und schnellen Textverarbeitungen, die Datenaustausch mit der Welt da draußen erleichtern, gut zu bedienen sind, (hübsch ausschauen ;) ) und einfach funktional sind, ohne überladen zu sein. Ach ja – die Bedürfnisse sind wahrscheinlich so verschieden wie die Aufgaben potentieller User.

Ich persönlich bin ja immer noch mit der LaTeX-Variante MacTeX (mit TeXShop und BibDesk) sehr glücklich und rundum zufrieden, bei Essays, Briefen und größeren Arbeiten. Für kleinere Aufgaben nehme ich TextEdit her – in Ausnahmefällen NeoOffice. Man kann nicht alles haben

In diesem Zusammenhang nehme ich gerne noch einmal meinen selbstgestellten Bildungsauftrag wahr und verweise auf weitere informative Seiten:

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[…] wäre es sinnvoll, das Programm in eine > Kommandozeilenversion zu trennen, die das, was getan werden soll, […]

Eine Alternative zu Scribus wäre iCalamus! Vielleicht auch mal ein Blick wert!

http://www.icalamus.net

Eine Alternative zu Scribus wäre iCalamus!

http://www.icalamus.net

Danke für den Hinweis, Jonas! Ich habe schon von iCalamus gehört, hatte aber noch keine Gelegenheit, die Sache zu testen.

[…] sind hier noch ein Hinweis auf die Auswahl, die MacUser so üblicherweise haben: Schreiben mit und auf dem Mac: Textverarbeitungen Dieser Beitrag wurde von Anna-Maria geschrieben und am Freitag, 29. August 2008, um 00:14 Uhr […]

[…] Weil LaTeX nicht jeder Manns und jede Fraus Sache ist, muss man noch lange nicht verzagen; es gibt genügend Alternativen: Schreiben mit und auf dem Mac: Textverarbeitungen. […]

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