Nach dem Skan­dal um die deut­schen Mel­de­da­ten u. a. Daten­pan­nen, ste­hen die deut­schen Lande eigent­lich kaum noch Groß­bri­tan­nien nach, dem Land, das uns wöchent­lich einen neuen Infor­ma­ti­ons­skan­dal liefert:

Tages­schau – Bri­ti­sche Firma ver­liert Daten tau­sen­der Justizbeamter

Die bri­ti­sche Regie­rung von Pre­mier Gor­don Brown bla­miert sich erneut mit dem Ver­lust sen­si­bler Daten: Nach­dem vor rund zwei Wochen ein USB-Stick mit Häft­lings­da­ten ver­lo­ren ging, ist nun das Ver­schwin­den von Daten tau­sen­der Gefäng­nis­wär­ter geworden.

Wie das Jus­tiz­mi­nis­te­rium ein­räumte, ist eine Fest­platte mit den Daten von rund 5000 Gefäng­nis­be­am­ten und Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten der Jus­tiz­be­hör­den ver­schwun­den. Offen­bar ent­hielt der Daten­trä­ger Anga­ben über Namen, Geburts­da­ten und Ver­si­che­rungs­num­mer der Beschäf­tig­ten. Außer­dem befan­den sich Finanz­in­for­ma­tio­nen wie Rech­nun­gen von Dienst­leis­tern der Haft­an­stal­ten auf der Fest­platte, räumte eine Minis­te­ri­ums­spre­che­rin ein.

Die Bezeich­nung „Wär­ter“ mögen die Beam­ten im Vollzugsdienst—zumindest hierzulande—nicht so gern. Aber was ist das schon, gegen die nicht abrei­ßen wol­lende Daten­flut, die der bri­ti­schen Regie­rung in ihren zahl­rei­chen Ver­äs­te­lun­gen ver­lo­ren geht?

Die BBC berich­tet: Data on 5,000 justice staff lost

Shadow justice secretary Nick Her­bert said: „The records of pri­soners have been lost alre­ady and now we dis­co­ver that per­so­nal data about pri­son offi­cers has gone too.

When was this incom­pe­tent govern­ment plan­ning to own up to ano­ther data disas­ter – this time one which has put the secu­rity of thousands of its own employees at risk – and if, as they claim, they didn’t know about this until now, who on earth is actually run­ning the department?“

Der Guar­dian hält ein klei­nes Privacy-News Dos­sier bereit—für alle, die es interessiert.

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