Man kennt es: Die Versuchungen lauern insbesondere dann da draußen, wenn man nicht darf. So ist das mit dem Heiraten wie mit dem Geld ausgeben.
Aktuell bei mir: Ich will Geld sparen, die Übersiedelung nach England und das britische Bildungssystem sind nicht für umsonst zu haben.
Gleichzeitig senden mir Amazon & Co. dubiose Sonderangebote, die wahrscheinlich gar keine sind, zu. Heute waren die Verlockungen besonders bösartig, gezielt auf meine geheimsten Wünsche hin angepasst:
Amazon versendet gerade 12monatige Kamerafinanzierungsangebote ohne Zinsen—pure evil, sag ich da nur. Widerstehe ich doch seit geraumer Zeit den Verlockungen, die die Sigma DP1, Panasonics Lumix DMC-LX3 und diverse Media Markt-Aktionen aussenden, so ist doch immer wieder eine ganz gezielte Bemühung von Seiten Amazons zu verzeichnen, mich endlich zum Kauf zu überreden. Dieser letzte Versuch ist nach der Offerte einer recht günstigen Sigma DP1 im letzten Monat die nächste Frechheit. Damals musste man, um den Aktionspreis angezeigt zu bekommen, die Kamera IN DEN WARENKORB legen!
Ich war quasi einen Klick von der finanziellen Totalverausgabung entfernt!—inkl. deutschem Zoll hätte ich natürlich kaum was gespart.
Diesen Monat versucht es Amazon gleich wieder, diesmal mit einer Kreditofferte:
Das ist aber noch nicht genug: Airline direct, der online Flugzeugticketverkäufer meines Vertrauens, will mich nach Irland verschicken—aber seht selbst:
IRLAND!
Ich liebe Irland und weil ich schon seit ganzen zwei Monaten nicht mehr im Ausland war und angesichts des heranbrechenden Herbstes unter Fernweh leide, da liegt doch nix näher als …
Genau das ist der Grund, warum ich kein TV mehr gucke, Werbebeilagen in Zeitungen sofort sachgerechter Entsorgung zuführe und nie die Apple-Homepage oder Amazon oder sonst welche Webseiten mit käuflichen Verlockungen besuche, wenn ich nix brauche! Weil wenn ich nichts brauche, habe ich meistens kein Geld um was zu brauchen. Logisch, ich weiß.
Also habe ich höchst effektive Impulskaufverhinderungsmechanismen installiert, die eigentlich ganz gut funktionieren. Aber jetzt erwischen mich Amazon & Co. ja schon vor der ersten Kaffeeportion am Morgen, wenn man noch ganz verletzlich und schwach und noch gar nicht munter genug zum Denken ist. Dann ist man den vermeintlichen Reizen der Angebote ganz und gar hilflos ausgeliefert! Und dann diese Schnell-Kauf-Buttons – die sollten überhaupt verboten werden!
Es ist ja nicht so, dass die Angebots-Newsletter nur nerven: Letztens habe ich auf die Art & Weise beim Kauf des TOEFL-Vorbereitungsbuches und eines Handbuches Forensische Anthropologie richtig Geld gespart. Weil ich den Kram brauchte und zufällig zur rechten Zeit über die Angebote in Kenntnis gesetzt wurde. Aber jetzt? Hmmm.
Neue Impulskaufverhinderungsmechanismen müssen her! Die Newsletter müssen direkt nach Erhalt verschoben werden, in einen Ordner. Genau. Und in den Ordner gucke ich dann nur, wenn ich auch was brauche. So wird’s gemacht.
Danke fürs Zuhören, liebes Blog. Wieder ein Problem gelöst.
1. Amys Welt » Blog Archive » Die wollen doch alle nur an mein Geld! - Teil II
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