3. Schon ein­mal daran gedacht, die Wis­sen­schaft an den Nagel zu hängen?

Hehe. Ich glaube das hat Jede und Jeder von uns schon ein­mal getan. Bei mir liegt das aber sel­ten an der Wis­sen­schaft, son­dern eher an den Struk­tu­ren, die den aka­de­mi­schen Betrieb beglei­ten. Ich rede und zeige sehr gerne, wie Wis­sen­schaft funk­tio­niert, des­halb habe ich auch schon über­legt, ob ich statt zu for­schen mich eher mit Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­tion aus­ein­an­der setze und damit meine Bröt­chen ver­diene. (Wenn ich jeman­den finde der mich dafür bezahlt.)

[…]

5. Das ner­vigste Detail am aka­de­mi­schen Betrieb?

Die Intrans­pa­renz. Mich stört die Geheim­nis­tue­rei was Uni‑ und Dritt­mit­tel angeht, genauso wie die Geheim­nis­tue­rei um das, was geforscht wid. In der Che­mie ist das beson­ders schlimm. Es erin­nert mich immer an die Alche­mis­ten, die mit ihrer mys­ti­schen Spra­che vor allem ihr Wis­sen ver­schlei­ert haben.

6. Wie erklärt man in drei Sät­zen, wes­halb Wis­sen­schaft den­noch fas­zi­nie­rend ist?

Wis­sen­schaft ist nicht der aka­de­mi­sche Betrieb. Wis­sen­schaft ist eine Methode, um sys­te­ma­tisch die Schön­heit und Erha­ben­heit der Natur zu betrach­ten. Die Aus­sicht mit mei­ner Arbeit einen klei­nen Teil zum Ver­ständ­niss der Natur und zur Weltret­tung bei­zu­tra­gen, ist unheim­lich motivierend.

Wissenschafts-Café » Blog Archive » 17 Fra­gen an– Paula Schramm von „Dr. Emmas Che­mie­la­bor“.

Ja & Amen, Schwes­ter!

Hier geht es zu Dr. Emmas Che­mie­la­bor, das evtl. For­meln sogar in hübsch zum Bes­ten gibt!

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