Im Mai diesen Jahres legte „einer der letzten großen infantilen Helden, ein ewig suchendes Kind“—Indiana „Indy“ Jones—einen sehr erfolgreichen Kinostart hin. Nach der wie mir scheint allgemeinen Rückbesinnung auf evolutionäre Werke und das Geheimnis um den menschlichen Schädel war der Crystall Skull der neue heilige Gral (auch das ein Thema mit nicht schwindender Anhängerschaft.)
Passend zum Thema sendet Arte heute um 14:50 Uhr eine knapp 30minütige Dokumentation zur Kunst & zum Mythos des Bergkristall-Schädels. Mir ist, als hätte ich die Doku schon einmal gesehen, sie war auf jeden fall ansprechend und hat den Mythos hinreichend fundiert entlarvt—entzaubert allerdings auch den Bergkristall-Schädel als modernen Wunschgötzen. Wer sich also nicht vom Zauber des Kunststückes befreien lassen möchte, sollte nicht einschalten.
Nachtrag, 01.01.2009: Die Doku war nicht jene, welche ich bereits gesehen hatte. Vielmehr war es die unzusammenhängenste Ansammlung von Interviewschnippseln um ein grob zu assoziierendes Thema, welche ich je unter dem Etikett Dokumentarfilm aufgetisch bekommen habe. Abgesehen davon, dass von mehreren Teilen die Übersetzung fehlte (wir sahen Arte auf Deutsch) und die Interviewpartner in keinen erkennbaren Zusammenhang standen, wurde der Mythos des Kristallschädels mitnichten entzaubert oder als solcher entlarvt. Da dies einer von 12 Teilen der Doku-Reihe Kunst & Mythos ist, kann ich nur davon ausgehen, dass mein Geist nach drei der Völlerei gefrönten Festtagen zu träge war, um die Kunst im Film zu erkennen. Ich war ziemlich – ungehalten über den Film—daher erst jetzt der milder gestimmte Nachtrag.
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