Mind­Maps kön­nen Inhalte und Ideen struk­tu­rie­ren, ver­an­schau­li­chen und kom­mu­ni­zie­ren. Für viele Men­schen sind Mind­Maps Hilfs­mit­tel zum Ler­nen, Recher­chie­ren und zur Auf­be­rei­tung von Tex­ten – oder ein­fach ein Ariadne-Faden, um in der Mate­ri­al­viel­falt nicht den Über­blick zu verlieren.

In die­sem Post stelle ich vier Mind­Map­ping Pro­gramme für den Mac (3 davon cross-platform) vor.

1. Mind­Node

Mein per­sön­li­cher Favo­rit für (ein­fa­che) Mind­Maps: Sehr schnell (weil nativ unter Mac OS X), klein (1.9 mb) und intui­tiv zu bedie­nen. Unter­stützt begrenzt Drag & Drop beim Arbei­ten mit Pfa­den & Kno­ten, Grund­ein­stel­lun­gen sind ein­fach vor­zu­neh­men und Export­mög­lich­kei­ten gibt es auch. 

Ansons­ten macht & kann es genau das, was es soll: Ein­fa­ches Inter­face für sim­ple MindMaps!

Es gibt eine Freeware-Version, die ich nutze, und eine Pro-Version für knapp 15 USD – Unter­schiede & Gemein­sam­kei­ten gibt es hier nach­zu­le­sen.

2. Free­mind

Cross-plattform, Open­Source  Java-Software, wel­ches in zahlreiche Wikis (via Plu­gin) inte­griert wer­den kann.  Eine deutsch­spra­chige Ober­flä­che ist vorhanden.

Ähnlich wie in XMind sind kom­ple­xere Struk­tu­ren, Ein­stel­lun­gen und zahl­rei­che For­ma­tie­run­gen – sehr schöne aber auch ver­schlei­ernde (blin­kende Kno­ten?!) – mög­licht.  An Board sind ver­schie­dene Icons und Motive (Wol­ken, Fra­ge­zei­chen, Fähn­chen,  Aus­ru­fe­zei­chen u.dgl.m.) sowie Optio­nen für die Kanten‑ und Kno­ten­ge­stal­tung vor­han­den.  Sehr schön auch die Mög­lich­keit ver­schlüs­selte Kno­ten oder Mind­Maps zu erzeugen.

Es gilt: Im Prin­zip out-of-the-box ein­satz­fä­hig, aber ein wenig Ein­ar­bei­tung in die Ober­flä­che ist der Gestal­tung dann doch sehr dienlich.

3. XMind

OpenSource-Tool, wel­ches nach ers­ter Test­phase durch ver­gleichs­weise weni­ger intui­tive Bedie­nung und Schwer­fäl­lig­keit auf­fiel. Es ist Java-basiert, spricht Deutsch, kann kom­plexe und viel­fäl­tige Ver­bin­dun­gen dar­stel­len, Bil­der und Noti­zen inte­grie­ren und bringt The­men zur äuße­ren Gestal­tung der Mind­Maps mit. Sogar Datei-Anhänge an Kno­ten sind möglich!

Es gibt sehr viele Einstellungs‑ und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten – sowohl was die Erschei­nung als auch was die struk­tu­relle Dar­stel­lung betrifft. Ein Glie­de­rungs­kas­ten zeigt eine Glie­de­rungs­an­sicht in Baum­struk­tur, ein hilf­rei­che Über­sicht für kom­plexe Dia­gramme und MindMaps.

Ein mäch­ti­ges Werk­zeugt, wenn man sich erst ein­mal etwas mit den Mög­lich­kei­ten beschäf­tigt hat – aber eher nicht die erste Wahl, wenn man „mal eben schnell –“

Außer­dem bie­tet Xmind eine Community-Funktion auf der pri­vate und öffent­li­che Mind­Maps gezeigt und auch geteilt wer­den kön­nen.  Aus der Soft­ware kann auf Knopf­druck in die Com­mu­nity hoch­ge­la­den wer­den. Es gibt eine Pro-Version, die noch einige Fea­tures mehr mit­bringt und sich schein­bar beson­ders an Lehr­per­so­nal etc. richtet.

Der Down­load über die Haupt­seite hat bei mir mit ver­schie­de­nen Brow­sern nicht geklappt, ich bin dann über SourceF­orge dem Instal­ler hab­haft geworden. 

4.  yEd

Wohl der kom­ple­xeste Kan­di­dat! yEd ist eben­falls eine Java-basierte Free­ware und bie­tet ähnli­che Funk­tio­nen wie Xmind und ist auch von der GUI her ähnlich auf­ge­baut. Die Menus sind auf Deutsch ein­ge­stellt und so viele Mög­lich­kei­ten der Gestal­tung und auch der „Berech­nung“, dass es sich schon fast um ein Pro­gramm zur Dar­stel­lung & Bear­bei­tung sozial(wissenschaftlich)er Net­zerke u.ä. han­delt. Es gibt zahl­rei­che Vor­ein­stel­lun­gen für das Lay­out und die Struk­tur der Mind­Map und die Anpas­sungs­mög­lich­kei­ten sind viel­fäl­tig – von Kanten‑ und Kno­ten­ty­pen, über Icons, Grup­pie­run­gen und benut­zer­de­fi­nierte Einstellungen. 

yEd kann wahr­schein­lich mehr als man jemals benö­tigt – die Mög­lich­keit Stamm­bäume und Baum­dia­gramm uvm. out-of-the-box zu erzeu­gen, ist komfortabel.

Fazit:

Alle Pro­gramme kom­men mit vor­bild­li­chen Im‑ und Export­funk­tio­nen daher, d.h. um die Wieder‑ und Wei­ter­ver­wen­dung muss man sich nicht viele Sor­gen machen. 

Je nach Bedarf gibt es Pro­gramme für ver­schie­dene Kom­ple­xi­täts­grade: Für die ein­fa­chen Auf­ga­ben ist man mit der MindNode-Freeware bes­tens und Mac-like bedient, für kom­ple­xere Auf­ga­ben ste­hen die Java-basierten cross-plattform Pro­gramme zur freien Ver­fü­gung. Diese ermög­li­chen größe For­mat­frei­hei­ten kom­men aber mit den Java-auf-dem-Mac-bedingten Nachteilen/„Einschränkungen“ daher. Jedoch ist eine erstaun­li­che Funktions‑ und Dar­stel­lungs­viel­falt gebo­ten, die wohl vom Gele­gen­heits­nut­zer nicht dau­er­haft aus­ge­schöpft wird.

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