‹satire›
Hier der zweite Teil zur persönlichen Krisenbekämpfungsserie mit optimalen Vorschlägen und Tipps zur höchst individuellen Überwindung von Krisengefühlen, Existenzängsten und Insignifikanzempfindungen.
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Wenn es nach einigen Wirtschaftsexperten geht, sollten die Frauen jetzt weg vom Arbeitsmarkt, die Situation dort entlasten und sich in der Zwischenzeit gesellschaftsstärkend um die Fortpflanzung kümmern. So der Vorschlag von IWH-Präsident Prof. Ulrich Blum in einem FAZ-Artikel. Dazu ein SPON-Video-Beitrag: Wirtschaftsexperte rät: Kinderkriegen in der Krise.
Wenn wir uns nicht volkswirtschaftlich produktiv im ökonomischen Sinne einsetzen, sollen wir also im demographischen Sinne Produktivkräfte walten lassen.
Wie gut, dass diese Wirtschaftsexperten eben für die Wirtschaft und nicht für die Familienplanung zuständig sind. Abgesehen davon, dass die nun gezeugten Kinder nicht sofort „aktiv“ werden, sondern immerhin mit einer neunmonatigen Wirkungsverzögerung, den Ökonomen als time-lags bekannt, zu rechnen wäre. Wenn denn alle auf einmal sofort schwanger werden würden. Außerdem wird die Arbeitskraft der Eltern damit für die nächsten 2–3 Jahre gemindert – weil ja keine entsprechenden Betreuungsangebote vorhanden sind. Innerhalb dieser Zeit wird die Krise doch gröblich überwunden sein – vermutlich werden sich die Arbeitsmärkte schon zart erholen, bevor die Kinder krippenreif sind.
Und: Warum müssen Frauen mal wieder die Suppe auslöffeln, die mehrheitlich männliche Investmentbanker & Manager eingebrockt haben? Und warum interessiert in der Krise nur die Gebärfähigkeit der Frauen und nicht ihre beruflichen Qualifikationen, um die Wirtschaft aus der Krise zu holen, einen Aspekt, den gerade die BBC beleuchtet: The women who want to save banking
Realitäts-N.B.: Kinder wollen auch über das Stillalter hinaus unterhalten, gefüttert und erzogen werden. Das lässt sich unter sozialen Sicherungsverhältnissen wie Hartz Ⅳ natürlich bestens planen. Oh, schon wieder ein Pluspunkt für das Krise mit Kindern bekämpfen-Konzept.
Mitbürgerinnen, besinnt euch auf eure natürlichen Begabungen!
Wenn das jetzt das Gegenmodell zum gefloppten Elterngeld sein soll… na ich weiß ja nicht.
Realitäts-N.B. Ⅱ: Unter Bedingungen des (sozialen) Wandels ist es erfahrungsgemäß eben nicht zu erwarten, dass sich besonders viele Menschen dazu entscheiden, in letzter Sekunde überstürzt neue ErdenbürgerInnen auf die Welt zu befördern. Man schaue sich die demographische Entwicklung in den neuen Bundesländern an. Wie kommt jemand nur zu so kontra-intuitiven Vorschlägen?
Ah richtig: Man muss Präsident eines Wirtschaftsinstitutes sein.
1. Amys Welt » Blog Archive » Daily Digest für May 20th
20/05/2009 02:02 am[…] Amys Welt Nichts von Wert ist jemals einfach. « Teil Ⅱ der Serie Alternativen zur Krise: WENN Krise DANN Kinder zeugen […]
2. Teil III der Serie Alternativen zur Krise: WENN Krise DANN Familienkredit aufnehmen — Amys Welt
04/06/2009 12:50 am[…] mögen, hast Du vielleicht Lust den RSS Feed zu abonnieren.Powered by WP Greet BoxDa haben wir vor knapp zwei Wochen also die Nachtigall doch richtig trappsen hören: Nachdem unsere Familienministerin Frau von der Laien Leyen mit ihrem Vorschlag zur […]