Lie­bes Internetz,

es ist 7:22 Uhr, Mitt­woch, 1. Juli 2009, das his­to­ri­sche Datum, an dem ich meine MA The­sis abzu­ge­ben ver­pflich­tet bin. Jawohl, es ist vollbracht.

Nicht so, wie gern gewünscht, natür­lich, und das letzte Paper ist auch irgend­wie noch nicht ganz fer­tig aber immer­hin: In etwa 3 Stun­den bin ich die seit ges­tern gebun­de­nen Exem­plare los. Viel­leicht wider­stehe ich der Ver­su­chung, noch mal rein zu gucken, viel­leicht finde ich so den Typo nicht, der mir auf­fal­len würde, sobald ich die königs­blauen Deckel der Kle­be­bin­dung umschlage und drauf gucke auf das weiße Papier. Dat Schwarze sind die Buchstaben. 81 Sei­ten schwarze Buch­sta­ben, um genau zu sein, dies­mal ohne die immer noch pas­sende Liberté, die vor einem Jahr auf der For­schungs­se­mi­nar­ar­beit prangte. So eine MA Arbeit is echt nix für schwa­che Gemüter…

Nach­dem ich nun 1.5 Jahre Ver­ge­wal­ti­gungs­lek­tü­ren hin­ter mir habe, wird es Zeit, sich neuen Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len. In den nächs­ten sechs Wochen ste­hen erst mal Her­aus­for­de­run­gen des mehr oder weni­ger ste­ten All­tags an: Drei Auf­trag­ge­be­rin­nen wol­len Ergeb­nisse sehen, ein Umzug nach Eng­land will orga­ni­siert und durch­ge­führt sein.

Ich warte noch immer auf den Bescheid vom Bil­dungs­kre­dit, die Steu­er­er­klä­rung muss raus und dat Auto, was wir uns vor zwei Mona­ten auf den Hals geholt haben, hat immer noch nicht die rich­ti­gen Schein­wer­fer. Nicht unsere Schuld sag ich nur. Ich will das jetzt auch nicht ver­tie­fen, irgend­wann, wenn das Auto ver­kehrs­tüch­tig und abfahr­be­reit hier vor der Tür steht, schreibe ich eine tief­schwarze Komö­die dar­über, wie es ist, in deut­schen Lan­den einen Rechts­len­ker für 2 Monate zulas­sen zu wol­len. Ich sehe das Ganze mitt­ler­weile humo­ris­tischer – würde ich die Sache per­sön­lich neh­men, dann wär hier schon unzi­vi­li­sierte Auto­demon­tage ange­sagt. Aber wir sind ja zivi­li­siert und den­ken uns: das was wir jetzt an Ner­ven ins Auto ste­cken, wird es uns in den nächs­ten 10 Jah­ren nicht kosten.

Was noch? Achja, Lemia gefällt meine über­mä­ßige Beschäf­ti­gung mit der Uni gar nicht – die hat trotz für­sorg­li­chem Herr­chen gelit­ten in den letz­ten Wochen. Ich ver­su­che meine Auf­träge in die­ser Woche abzu­ar­bei­ten, damit ab nächs­ter Woche Umzugs­vor­be­rei­tun­gen und das Hünd­chen wie­der Prio­ri­tät genie­ßen können.

Ansons­ten bin ich mit dem FuK-Master fast durch, wer hätte es gedacht. Noch eine münd­li­che Prü­fung muss ich able­gen, aber die wird nicht so schlimm. Dann ist der zweite Abschluss in der Tasche – wie­der inkl. beruf­li­cher Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. Aber dage­gen gibts ja dann bald den zwei­ten Mas­ter. ;)

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Wie, du hast 1.5 jahre für deine MA recher­chiert?
Und wie heißt den nun der Titel?

Nein ich hab eine For­schungs­se­mi­nar­ar­beit geschrie­ben und dann eine ganz andere MA The­sis geplant. Das ist aber alles in einem klei­nen Disas­ter geen­det. Bei uns im Stu­di­en­gang schreibt man im 3. MA Semes­ter 2 For­schungs­ar­bei­ten – aus einer die­ser Arbei­ten habe ich dann die MA The­sis ent­wi­ckelt, als das ursprüng­li­che Pro­jekt nichts gewor­den ist. Da mich die The­men aus den For­schungs­se­mi­na­ren natür­lich wei­ter­hin inter­es­sie­ren, habe ich auch ent­spre­chend wei­ter dazu gele­sen. Aber das eine Jahr „Pause“ ist eher aus dem unvo­her­seh­ba­ren Ver­lauf von ande­ren orga­ni­sa­to­ri­schen Sachen ent­stan­den, das war so nicht geplant.

Nach­trag: Der Titel ist Ver­ge­wal­ti­gung im Völ­ker­straf­recht.

Im August gibt es dann wohl die große Ver­tei­di­gung.
Viel Erfolg dabei.

Na die wird wohl eher im Sep­tem­ber kom­men – im August wird erst­mal nach Eng­land über gesie­delt. Aber danke für die Glück­wün­sche ;)

[…] den letz­ten Wochen, nach Abgabe der MA The­sis, habe ich außer­dem einen Ter­min für die münd­li­che Prü­fung gemacht, meinen […]

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