Entries tagged as Arbeitsmarkt / Back home
Da haben wir vor knapp zwei Wochen also die Nachtigall doch richtig trappsen hören: Nachdem unsere Familienministerin Frau von der Laien Leyen mit ihrem Vorschlag zur undemokratischen Verhinderung von Netzinhalten unter dem Deckmäntelchen des systematischen Vorgehens gegen Kinderpornographie eine ganze Generation – nämlich die „Generation C64“ – gegen sich aufgebracht hat, steht nun ein neues [...]
Die Ursache für den greifbaren Engpass hat Wowereit mit einer beispiellosen Absenkung der Lehrergehälter selbst geliefert: Jungen Akademikern, die Familien gründen oder auch nur schöne Wohnungen beziehen wollen, reicht es eben nicht, 1500 Euro netto zu haben.
Wowereits Schul-Weisheit.
Das ist ja mal wieder ein höchst qualifizierter Beitrag in Richtung Bildungspolitik. Dass Bildungspolitik innenpolitische Entwicklungspolitik ist, scheint [...]
Der aktuelle ZEIT Artikel bestätigt nur, was mir seit etwa sechs Jahren aus dem deutschen Hochschulwesen (und mehreren Unis) bekannt ist: Die Wissenschaftskarriere an einer deutschen Durchschnittsuni kommt für mich—trotz aller Liebe zur Akademie und den Themen aus den wenig arbeitsmarktkompatiblen Kultur‑ und Literatur‑, eigentlich den Menschenwissenschaften—nicht in Frage.
Wer sich als 25-jähriger Hochschulabsolvent nach fünf [...]
wenn ich dann endlich Ausbuddeln gehen darf, weil ich meinen nächsten Master in Forensischer Anthropologie in der Tasche habe, dann kann es los gehen mit dem Welt verbessern … oder zumindest Welt dokumentieren:
Süddeutsche: Polen— Massengrab mit Zivilisten entdeckt
euronews: Argentinien—Massengrab aus Zeit der Militärdiktatur entdeckt
baz online: Massengrab im Südirak entdeckt
DED/zfd: Experte/Expertin für forensische Anthropologie
Ich fahre mal wieder in Richtung Heimat, dieses Wochenende ist es soweit. Weil dem so ist, hier einige News aus selbiger, die in den letzten Tagen in meinem RSS-Reader zu lesen waren:
Tagesschau: Aufbau Ost: Viel erreicht, viel zu tun:
Flächendeckende Strukurschwäche
Die gesamtwirtschaftliche Leistung in den neuen Bundesländern lag 2007 dennoch erst bei rund 70 Prozent der [...]
Endlich eine sozialwissenschaftliche Kategorie jenseits des Homo oeconomicus & Homo laborans:
In der Werteforschung werden Persönlichkeitstypen, die sich sowohl für eigene als auch für gesellschaftliche Belange einsetzen, als aktive Realisten bezeichnet. Solche Menschen möchten sich selbst verwirklichen, sind flexibel und zeigen eine große Leistungsbereitschaft.
Soziales und grünes Engagement: Die Karriere der Gutmenschen – Arbeitswelt – Beruf und Chance – FAZjob.NET.
und gut, dass wir nicht in Deutschland bleiben, die Zweite:
BRIEDIS: Ein Jahr nach dem Abschluss ist die Arbeitslosigkeit unter Geisteswissenschaftlern auf 5 Prozent gesunken, deutlich unter den bundesweiten Schnitt aller Berufe. Ihr mittleres Einkommen liegt allerdings nur bei 22500 Euro, das ist gerade mal rund die Hälfte vom durchschnittlichen Einstiegsgehalt eines BWL-Absolventen. […]
ZEIT: In welchen [...]
David Allens Buch Getting Things Done (2001) schwappt in seiner allgemeinen „Erkenntnis‑“ und Produktivitätswende nach Europa, bzw. nach Deutschland über:
Studenten sind Familie und Partnerschaft wichtiger als die berufliche Karriere. Das ist das Ergebnis einer Umfrage eines Studentenmagazins
Das private Glück ist für Studenten heute wichtiger als die berufliche Karriere. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Hochschul‑ Informationssystems (HIS) in Zusammenarbeit mit dem Magazin Zeit Campus.
Die berufsbezogenen Ziele schätzten die Studierenden weniger wichtiger ein [...]
Das schreibt zumindest die FAZ und gibt damit die Meinung des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln wieder:
Und da der Master bekanntlich ein Alleskönner ist, sollen wir schon in unserer Anwärterschaft auf den Master of Arts in Peace and Conflict Studies nach Großem, gar dem Unmöglichen streben. Warum ich mich so aufrege? Hier die ganze Geschichte:
Der Bundespräsident Horst Köhler hat sich—in einer Tradition mit seinen Vorgängern Roman Herzog und Johannes Rau—für ein stärkeres bildungspolitisches Engagement und einen aktiveren Einsatz für den Wandel zu einer Wissensgesellschaft ausgesprochen. In seiner Rede geht er vor allem auf die teilweise erschreckenden bildungspolitischen Tatsachen ein, welche u. a. dafür sorgen, dass das Bildungssystem—ganz im Gegensatz [...]
Als ich mir über die Marketing-Methoden meiner Alma mater hier Luft gemacht habe, konnte ich ja nicht wissen, dass Andreas gleich anknüpft. Weil der Kommentar dann doch etwas länger geworden ist, hier ein Beitrag samt Trackback.