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	<title>Amys Welt &#187; Studienbedingungen</title>
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	<description>Nichts von Wert ist jemals einfach.</description>
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		<title>Aufh&#228;nger &amp; Kommentar</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Mar 2006 19:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Amy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich mir &#252;ber die Marketing-Methoden meiner Alma mater hier Luft gemacht habe, konnte ich ja nicht wissen, dass Andreas gleich ankn&#252;pft. Weil der Kommentar dann doch etwas l&#228;nger geworden ist, hier ein Beitrag samt Trackback. Da Studiengeb&#252;hren l&#228;ngst Realit&#228;t an vielen Unis sind, ist die L&#228;hmung und Ohnmacht vielfach so gro&#223;, dass es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mir über die Marketing-Methoden meiner Alma mater <a href="http://blog.annamariamueller.de/?p=99" target="_blank" class="liinternal">hier</a> Luft gemacht habe, konnte ich ja nicht wissen, dass <a href="http://37sechsblog.de/?p=461" title="37sechs-Blog" target="_blank" class="liexternal">Andreas</a> gleich anknüpft. <img src='http://blog.annamariamueller.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Weil der Kommentar dann doch etwas länger geworden ist, hier ein Beitrag samt Trackback. <img src='http://blog.annamariamueller.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p align="right"><span id="more-101"></span></p>
<p>Da Studiengebühren längst <a href="http://www.innovation.nrw.de/StudierenInNRW/lebenslageStudienplatzErhalten/lebenslageGeldUndWohnen/Studienbeitraege/index.html" class="liexternal">Realität</a> an <a href="http://www.zeit.de/2005/39/C-Studiengeb_9fhren" class="liexternal">vielen</a> Unis sind, ist die <a href="http://www.zeit.de/2005/17/C-UniProtest" class="liexternal">Lähmung und Ohnmacht</a> vielfach so groß, dass es nicht zu Protesten kommt. Sicher eine Seite der Medaille.</p>
<p>Andererseits kann man (ich) nicht verschweigen: Viele wären bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch Studiengebühren beizutragen. Ich möchte hier nicht für eine Majorität sprechen, aber die Qualität der Veranstaltungen, der Lehre im Allgemeinen und der Ausstattung an manchen Instituten würden meines Wissens nach einige Studis unterstützen.</p>
<p>Studiengebühren die sich im Rahmen halten (also deutlich <strong>unter</strong> den veranschlagten 500 Euro liegen und eher in Höhe der Semesterbeiträge anzusiedeln sind), direkt in die Unis investiert—davon würden die Studis profitieren. Die Angst ist groß, dass eben genau das nicht geschieht, sondern Haushaltslöcher anderswo gestopft werden, während Studis und Unis der vermeintliche „Geldsegen“ zum Vorwurf gemacht wird und staatliche Mittel weiter gestrichen werden. Zusätzlich wird man durch den Bologna-Prozess zu weiteren Zugeständnissen an die Qualität der Lehre genötigt: Kürzere Studienzeiten, mehr Veranstaltungen, mehr Pflichtleistungen.</p>
<p>Dass der Fehlerteufel im <a href="http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2534" title="Bildungsserver: Informationen zu BA &amp; MA" target="_blank" class="liexternal">System &amp; Detail</a> steckt, ist wohl für alle offensichtlich—nur getan wird, wie gesagt, wenig. Während die Unis langsam aber sicher von ihrem Recht Gebrauch machen, <a href="http://www.sueddeutsche.de/,jkm2/jobkarriere/berufstudium/artikel/352/72280/" class="liexternal">Studienbewerber mittels (Massen‑) Testverfahren auszusortieren</a>, ist Frau Schavan sich  sicher, mehr Personal würde das <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,403069,00.html" class="liexternal"> Niveau der Unis senken</a>.</p>
<p>Noch eine Bemerkung zu Frau Merkels Sicht der Dinge: Frau Merkel durfte zu einer Zeit in einer Gesellschaft studieren, die mit den heutigen Verhältnissen überhaupt nicht vergleichbar sind: Keine Frage, für niemanden ist die DDR zurückzuwünschen.</p>
<p>Allerdings: Das Bildungssystem hat für die Leute, die studieren durften, funktioniert. Frau Merkel wird sich nie Gedanken um sich überschneidende Pflichtveranstaltungen gemacht haben müssen, einfach weil ihr Studium von Anfang bis Ende durchstrukturiert und organisiert war. Ⅾ. h. sie hat sich—bitte berichtigen wenn ich da falsch liege—hauptsächlich auf ihr Fachstudium konzentrieren können. Die Bedingungen unter denen damals studiert wurde, waren auf Regelstudienzeiten ausgelegt. Es gab Sonderstudienpläne für Studentinnen, die während des Studiums eine Familie gegründet haben. Die Studenten brauchten sich nicht pausenlos Gedanken um die Zeit nach dem Studium machen und darüber, wie sie ihren (Arbeits‑) Marktwert steigern. Planwirtschaft hin oder her, wie gesagt: Früher war nicht alles besser.</p>
<p>Studierende heute beweisen ⅿ. E. mit dem erreichten Abschluss im Nebeneinander von Bürokratie, Organisation, Finanzierung durch Nebenjobs und fachlicher Weiterentwicklung vor allem Durchhaltevermögen, Hartnäckigkeit und Multitasking-Fähigkeiten,  während ihnen Politiker die Welt erklären und immer weitere Leistungen abverlangen, von denen niemand so genau weiß, ob sie sich am Arbeitsmarkt für den einzelnen auszahlen. Die wenigsten—so hoffe ich zumindest—studieren allein aus der Motivation heraus, hinterher „viel Geld zu machen“. Dass es aber zum Leben reichen und sich das ggf.—unter Einhaltung der Regelstudienzeit—achtjährige Längerverbleiben im Bildungssystem, <a href="http://www.zeit.de/2005/14/Titel_2fPraktikant_14" title="zeit.de: Generation Praktikum" target="_blank" class="liexternal">ohne</a> dabei ein wesentliches Einkommen zu erzielen, am Ende <a href="http://zuender.zeit.de/2005/37/zukunft/praktikanten" title="Generation Praktikum" target="_blank" class="liexternal"><em>irgendwie</em> auszahlen</a> muss, das sollte selbstverständlich sein.</p>
<p>Dies gehört nämlich zu jenen Anreizen, die die vielgepriesenen Eliten fördern. Jetzt auch noch zu  diesem Politikum Stellung zu beziehen, überlasse ich anderen.</p>
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